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Russische Kraftstoffkrise: Die Ukraine löst ein brutales Dilemma für Putins Kriegsmaschine aus

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Die ukrainische Kampagne muss äußerst effektiv sein, damit der Kreml einen solchen Schritt überhaupt in Erwägung zieht.

Russlands föderaler Haushaltsplan ist stark von Einnahmen aus Öl- und Gasexporten abhängig.

Reuters berichtete im Januar, dass Russlands Öl- und Gaseinnahmen im Jahr 2025 auf 24 % sanken – den niedrigsten Stand seit 2020.

Stellen Sie sich jedoch vor, ein Unternehmen würde ein Viertel seiner Einnahmen verlieren. Dies wäre verheerend für die Wirtschaft des Unternehmens.

Nun erwägen die russischen Behörden, etwas Ähnliches zu tun – und das liegt am militärischen Geschick der Ukraine.

Schwierige Entscheidungen stehen bevor

Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete am 26. Mai, dass der Kreml ein temporäres Exportverbot für Diesel und Kerosin in Erwägung zieht.

Laut der Agentur hielt Vizepremierminister Alexander Novak am 26. Mai eine dringende Sitzung ab, um das Thema zu erörtern. Berichten zufolge diskutierten die Beamten dabei ein ein- bis zweimonatiges Einfrieren.

Ein endgültiger Zeitplan bedarf noch der Genehmigung des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung. In der Zwischenzeit hat der Kreml den lokalen Ölgesellschaften bereits geraten, ihre Auslandslieferungen zu drosseln.

Beobachter sind uneins darüber, ob beide Kraftstoffe tatsächlich von der Beschränkung betroffen sein werden. Eine Branchenquelle teilte Interfax mit, dass der Staat möglicherweise nur Kerosinexporte blockieren könnte. Die Quelle merkte an, dass die inländischen Dieselvorräte vorerst ausreichend seien.

Raffinerien unter Beschuss

Seit März 2026 haben ukrainische Streitkräfte russische Raffinerien mit koordinierten Langstrecken-Drohnenangriffen getroffen.

Die Kampagne hat der russischen Ölindustrie erhebliche Kosten verursacht. Sie zwang Moskau dazu, inländische Bedürfnisse über ausländische Gewinne zu stellen, insbesondere da ein Benzin-Exportverbot bereits bis Juli gilt.

Die strukturellen Schäden zeigen sich nun deutlich in den globalen Handelsdaten. Bloomberg berichtete, dass die russische Ölverarbeitung im April stark auf durchschnittlich 4,69 Millionen Barrel pro Tag zurückging.

Laut Daten des Analyseunternehmens OilX stellt dieser Rückgang den niedrigsten täglichen Raffineriedurchschnitt dar, den das Land seit Dezember 2009 verzeichnet hat. Die Produktionslinien geraten ins Stocken.

Ein dreifaches Problem

Novak betonte öffentlich, dass die Regierung zuerst die lokalen Verbraucher schützen müsse. Er machte deutlich, dass die Stabilität des Inlandsmarktes für sein Amt absolute Priorität habe.

Hinter verschlossenen Türen stehen die Beamten vor einem brutalen Dreifach-Dilemma. Sie müssen die heimische Bevölkerung versorgen, ihre laufenden Militärkampagnen mit Treibstoff versorgen und gleichzeitig lebenswichtige Exporteinnahmen sichern.

Das Institute for the Study of War schätzt ein, dass sich die ukrainische Strategie, die russische Öl- und Gasinfrastruktur anzugreifen, als wirksam erwiesen hat, um Putins Kriegskasse zu treffen, da die Beamten Exportbeschränkungen nicht einmal in Erwägung ziehen würden, wenn die ukrainische Kampagne der russischen Wirtschaft nicht schaden würde.

Quellen: Interfax, RBK, Bloomberg, OilX, The Institute for the Study of War