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Russland hilft Iran, nachdem Beweise in Drohne gefunden wurden, die britischen Luftwaffenstützpunkt traf

Putin
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Russland und Iran haben ihre politischen und militärischen Beziehungen stetig verstärkt und bilden laut Analysten zunehmend eine strategische Partnerschaft.

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Die Beziehung vertiefte sich nach Moskaus Invasion der Ukraine im Jahr 2022, als beide Länder mit westlichen Sanktionen und politischem Druck konfrontiert waren.

Seitdem hat sich die Zusammenarbeit zwischen den beiden Regierungen auf militärische, wirtschaftliche und technologische Bereiche ausgeweitet, was in westlichen Hauptstädten Sorgen über die Entstehung einer neuen geopolitischen Achse auslöst.

Jüngste Entwicklungen im Konflikt im Nahen Osten rücken nun erneut in den Fokus, wie eng Moskau und Teheran zusammenarbeiten.

Drohnenangriff auf Zypern

Eine Kamikaze-Drohne, die den RAF-Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern traf, war laut einem Bericht der Zeitung The Times mit russischer Militärtechnologie ausgestattet.

Die Drohne traf die britische Basis am 1. März und wurde anschließend zur Untersuchung geborgen.

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Ermittler stellten fest, dass sie ein Kometa-B-Navigationssystem enthielt, eine in Russland hergestellte Komponente, die zuvor auf Drohnen identifiziert wurde, die im Dezember von der ukrainischen Luftverteidigung abgefangen worden waren.

Geheimdienstuntersuchung

Britische Militärgeheimdienste sollen die geborgenen Teile für weitere Analysen in ein Labor im Vereinigten Königreich gebracht haben.

Der Angriff soll von Hisbollah-Kämpfern ausgeführt worden sein, die aus dem Libanon operieren.

Laut The Times ist dies der erste Beweis dafür, dass russische Militärtechnik im aktuellen Iran-bezogenen Konflikt im Nahen Osten eingesetzt wird.

Sorgen über Zusammenarbeit

Der Fund hat die Sorgen über Moskaus wachsende Beteiligung an dem regionalen Konflikt verstärkt.

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Frühere Berichte, auf die sich die Washington Post berief, deuteten darauf hin, dass Russland Iran möglicherweise Geheimdienstinformationen über die Standorte von US-Militärbasen im Nahen Osten geliefert haben könnte.

Diese Informationen könnten Teheran potenziell helfen, amerikanische Streitkräfte, darunter Marineschiffe und Flugzeuge, ins Visier zu nehmen.

Reaktionen von Staatschefs

US-Präsident Donald Trump spielte an Bord der Air Force One die Bedeutung möglicher russischer Geheimdienstunterstützung herunter.

„Wenn man sich anschaut, was in der vergangenen Woche mit Iran passiert ist, dann hilft es ihnen nicht besonders, selbst wenn sie Geheimdienstinformationen bekommen“, sagte Trump gegenüber Reportern.

Der russische Botschafter im Vereinigten Königreich, Andrei Kelin, erklärte unterdessen, Moskau sei in dem Konflikt „nicht neutral“ und bestätigte, dass Russlands Position „auf der Seite Irans“ stehe.

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Militärische Vorbereitungen

Britische Militärvertreter sagen, die Situation könne britische Streitkräfte in der Region stärker gefährden.

General Richard Knighton, der Chef der britischen Streitkräfte, sagte, die Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran mache beide Länder „fähiger und gefährlicher.“

„Das ist eine Achse, auf die wir aufmerksam machen müssen. Die Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland macht ihre Streitkräfte leistungsfähiger und gefährlicher, und deshalb müssen wir vorbereitet sein“, sagte er.

Großbritannien hat seine militärische Einsatzbereitschaft in der Region erhöht und erwägt, den Flugzeugträger HMS Prince of Wales in den Golf zu entsenden.

Quellen: The Times, Washington Post, Digi24

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