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Russland lehnt Friedensplan ab: Westliche Truppen in der Ukraine wären Ziele

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Die Bemühungen um einen Sicherheitsrahmen für die Zeit nach dem Krieg in der Ukraine haben in Moskau eine scharfe Reaktion ausgelöst.

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Während westliche Verbündete über Garantien beraten, die einen erneuten Konflikt verhindern sollen, hat Russland eindringliche Warnungen vor den Folgen ausländischer Beteiligung ausgesprochen.

Friedenstruppen-Streit

Russland hat Vorschläge der Ukraine und ihrer westlichen Partner zurückgewiesen, nach dem Ende des Krieges ausländische Truppen in der Ukraine zu stationieren.

Nach Angaben der Associated Press erklärt Moskau, jede westliche Militärpräsenz würde als direkte Bedrohung angesehen.

Die Idee wird von der sogenannten „Koalition der Willigen“ vorangetrieben, die Kiew als entscheidende Absicherung gegen künftige russische Aggressionen nach einem Waffenstillstand betrachtet.

Bei einem Treffen in Paris am 6. Januar unterzeichneten Großbritannien und Frankreich gemeinsam mit der Ukraine eine Absichtserklärung, die Pläne zur Stationierung westlicher Kräfte nach einem Waffenstillstand umreißt.

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Warnung aus Moskau

Russlands Reaktion folgte umgehend. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärte am Donnerstag, westliche Truppen in der Ukraine kämen einer ausländischen Intervention gleich.

„Die Stationierung militärischer Einheiten, Stützpunkte, Depots und anderer Infrastruktur westlicher Staaten auf ukrainischem Territorium wird als ausländische Intervention eingestuft, die eine direkte Bedrohung nicht nur für Russland, sondern auch für andere europäische Staaten darstellt“, sagte Sacharowa.

„All diese Einheiten und Einrichtungen werden als legitime militärische Ziele der Streitkräfte der Russischen Föderation betrachtet. Diese Warnungen wurden wiederholt auf höchster Ebene ausgesprochen und bleiben gültig“, fügte sie hinzu.

„Achse des Krieges“

Sacharowa wählte besonders scharfe Worte für die von Westen unterstützte Initiative.

Sie erklärte, Äußerungen der „sogenannten Koalition der Willigen“ und der ukrainischen Behörden kämen „einer regelrechten Achse des Krieges“ gleich, berichtete AP.

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Die Aussagen unterstreichen Moskaus langjährige Ablehnung jeder mit der NATO verbundenen Präsenz in der Ukraine, selbst nach einem Ende der Kämpfe.

Fragile Gespräche

Die Trump-Regierung versucht, fast drei Jahre nach Russlands großangelegter Invasion der Ukraine im Februar 2022 ein Friedensabkommen zu vermitteln.

Russland hatte zuvor 2014 die Krim annektiert und kontrolliert Teile der Ostukraine.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, ein Friedensabkommen sei „zu 90 Prozent fertig“, auch wenn Streitpunkte um den Donbas und das Kernkraftwerk Saporischschja fortbestehen.

Signale aus Paris

Bei seinem Auftritt in Paris erklärte Selenskyj, die Verbündeten hätten ihre Rollen in künftigen Sicherheitsvereinbarungen präzisiert.

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„Wir haben festgelegt, welche Länder bereit sind, eine führende Rolle bei Sicherheitsgarantien am Boden, in der Luft und zur See sowie im Wiederaufbauprozess zu übernehmen“, sagte er.

US-Sondergesandter Steve Witkoff erklärte, Washington unterstütze die Garantien „nachdrücklich“, während Jared Kushner das Treffen als „einen äußerst wichtigen Moment“ bezeichnete.

Der französische Präsident Emmanuel Macron nannte die Erklärung „einen bedeutenden Schritt“ auf dem Weg zur Beendigung des Krieges.

Quellen: Associated Press, Ziare.

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