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Russland widerspricht Donald Trumps Aussage über eine „einwöchige“ Waffenruhe – und erklärt, er habe lediglich um ein paar Tage gebeten

President Donald Trump meets with Russian President Vladimir Putin
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Es gibt einen enormen Unterschied zwischen drei Tagen und einer ganzen Woche – besonders, wenn man ohne Heizung friert.

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Diesen Winter haben russische Drohnen und Raketen ukrainische Städte sowie die Energieinfrastruktur schwer getroffen und Tausende zeitweise ohne Strom oder Heizung zurückgelassen – oft über Tage hinweg bei weit unter dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen.

Am Samstag, dem 25. Januar 2026, wurde die ukrainische Hauptstadt Kyjiw erneut von einem russischen Angriff getroffen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko arbeiteten Einsatzkräfte laut Reuters noch bis Donnerstag daran, in mindestens 454 Wohngebäuden die Wärmeversorgung wiederherzustellen.

Doch nun könnten die Bewohner Kyjiws (und anderer ukrainischer Städte) eine Atempause bekommen.

Vollständige Verwirrung

Gestern, am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, erklärte US-Präsident Donald Trump, er habe den russischen Präsidenten Wladimir Putin „persönlich gebeten“, die Angriffe auf ukrainische Städte und Ortschaften angesichts der eisigen Temperaturen im vom Krieg gezeichneten Land für eine Woche einzustellen.

Trump zufolge stimmte Putin dem zu – doch inzwischen ist die Angelegenheit von Unklarheiten umgeben.

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Nur einen Tag nach Trumps Aussagen erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber Reportern, Russland sei von Trump lediglich gebeten worden, die Angriffe bis zum 1. Februar 2026 auszusetzen – also bis zu diesem Sonntag, berichtet The Kyiv Independent.

Angriffe über Nacht gehen weiter

Trotz des diplomatischen Lärms setzten sich die russischen Angriffe in der Ukraine fort. Zuletzt führte Moskau in der Nacht zum 24. Januar einen groß angelegten Raketen- und Drohnenangriff auf Kyjiw durch, bei dem nach Angaben lokaler Behörden rund 80 Prozent der Stadt bei eisigen Temperaturen ohne Strom blieben.

Weitere Angriffe folgten. Am 27. Januar trafen Luftschläge Energieanlagen und Wohnhäuser in Odessa, wobei mindestens drei Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. In der Nacht zum 30. Januar startete Russland nach Angaben ukrainischer Behörden 111 Drohnen sowie eine ballistische Rakete.

An diesem Tag kamen landesweit sechs Zivilisten bei Luftangriffen ums Leben, 20 weitere wurden verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, in der Nacht zum 30. Januar habe es keine Angriffe auf Energieanlagen gegeben, allerdings seien entsprechende Einrichtungen am Nachmittag zuvor getroffen worden.

Quellen: Reuters, The Guardian, The Kyiv Independent

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