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Peking senkt importsteuer auf whisky und stärkt damit Großbritannien

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Nach hochrangigen Gesprächen in dieser Woche hat China zugestimmt, Handelshemmnisse für einen wichtigen britischen Export abzubauen.

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Der Schritt wird als Signal für eine Verbesserung der Beziehungen nach Jahren der Spannungen gewertet.

Wiederbelebung der Handelsgespräche

China wird die Zölle auf importierten Whisky von 10 % auf 5 % senken, wie aus einer von Reuters zitierten Erklärung des Staatsrats hervorgeht. Die Änderung soll am 2. Februar in Kraft treten.

Die Entscheidung folgt auf ein Treffen in Peking zwischen dem britischen Premierminister Keir Starmer und Chinas Präsident Xi Jinping, bei dem beide Seiten versuchten, die Beziehungen zu stabilisieren und neu auszurichten.

Das Büro Starmers erklärte, die Zollsenkung werde für britische Exporteure in den kommenden fünf Jahren einen Wert von 250 Millionen Pfund (344,13 Millionen US-Dollar) haben.

Whisky im Fokus

Schottischer Whisky gehörte zu den Produkten, die während der Gespräche der beiden Staats- und Regierungschefs erörtert wurden. Beide Seiten sagten eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen und Technologie zu, berichtete Reuters.

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China ist ein wichtiger Absatzmarkt für britischen Whisky. Im Jahr 2025 importierte das Land Whisky im Wert von 445,5 Millionen US-Dollar, wovon laut chinesischen Zolldaten und Berechnungen von Reuters 84 % aus dem Vereinigten Königreich stammten.

Vertreter der Branche argumentieren seit Langem, dass Zölle das Wachstumspotenzial in einem der weltweit am schnellsten wachsenden Spirituosenmärkte begrenzt hätten.

Kehrtwende in der Politik

China hatte 2017 zuvor einen vorläufigen Zollsatz von 5 % auf Whiskyimporte festgelegt. Diese Regelung lief zu Beginn des Jahres 2025 aus, wodurch der Satz automatisch auf 10 % anstieg.

Die neue Ankündigung stellt faktisch die frühere niedrigere Rate wieder her und macht die Erhöhung rückgängig, die mit dem Ende der vorläufigen Regelung eingeführt worden war.

Reuters merkte an, dass dieser Schritt erfolgt, während Peking Bereitschaft signalisiert, gezielte Zollanpassungen zur Unterstützung diplomatischer und wirtschaftlicher Ziele einzusetzen.

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Größere Bedeutung

Für die britische Whiskyindustrie bedeutet die Senkung einen Wettbewerbsvorteil und unterstreicht die Bedeutung Chinas als Exportmarkt.

Für beide Regierungen wird die Vereinbarung als Beispiel pragmatischer Zusammenarbeit nach Jahren politischer Spannungen in den Bereichen Sicherheit, Investitionen und Menschenrechte dargestellt.

Auch wenn weitergehende Meinungsverschiedenheiten bestehen bleiben, deutet die Zollsenkung darauf hin, dass wirtschaftliche Kooperation als Grundlage für eine Reparatur der breiteren Beziehungen priorisiert wird.

Quellen: Reuters

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