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Russlands neues Anti-Drohnen-System versagt kläglich, wenn es im Kampf getestet wird

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Screenshot, Omega Special Purpose Center of the National Guard of Ukraine / YouTube

Selbst russische Militärexperten zweifelten bereits vor Monaten an dem System.

Die moderne Kriegsführung entwickelt sich rasant, und der Schutz schwerer Panzerfahrzeuge auf dem Schlachtfeld ist zu einem riskanten Ratespiel geworden.

Militäringenieure entwickeln weiterhin Hightech-Schutzschilde, um gepanzerte Besatzungen vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen.

Doch die Realität des Kampfes zeigt oft ein ganz anderes Bild.

Hohe Erwartungen enttäuscht

Ein kürzlich veröffentlichtes Video von den Frontlinien in der Ukraine zeigt ein brandneues russisches Verteidigungssystem, das bei seinem großen Test versagt, als eine kleine Sprengdrohne direkt in das Heck eines modernisierten russischen Kampfpanzers fliegt.

Der Panzer war mit einem Hightech-Verteidigungsschild namens Arena-M ausgestattet. Russland entwickelte das System mit spezialisiertem Radar und zwölf Startrohren, um anfliegende Bedrohungen vom Himmel zu holen.

Das ukrainische Militärportal Militarnyi entdeckte den Vorfall nahe dem östlichen Dorf Maiak. Drohnenaufnahmen zeigen, wie der schwere Panzer hilflos dasteht, als der Treffer erfolgt.

Das russische Staatsmedium Izvestia berichtete bereits diesen Sommer, dass Panzer mit diesen neuen Schutzschilden direkt in den aktiven Kampfeinsatz gingen. Ingenieure schlossen die Qualifikationstests im Jahr 2024 ab und versprachen vollständigen Schutz für Frontbesatzungen.

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Von Plastik überrumpelt

Das Versagen überraschte nicht alle. Innerhalb Russlands hatten Verteidigungsanalysten bereits Bedenken bezüglich des Systems geäußert.

Militärexperte Viktor Murakhovsky warnte Ende 2025, dass kleine Angriffsdrohnen für konventionelle Radargeräte außerordentlich schwer zu erkennen seien. Plastik mache den Großteil dieser billigen Flugbomben aus.

Laut Defence Blog erklärte Murakhovsky, dass Standard-Radarsysteme nach schnellen Jets oder schweren Raketen suchten. Sie hätten Schwierigkeiten, wenn eine winzige Drohne tief fliege, langsam unterwegs sei und unvorhersehbar durch die Luft manövriere.

„Das Radar hat dieses Detektionsniveau noch nicht erreicht“, räumte Murakhovsky während seiner Kritik ein.

Alte Ausrüstung, neue Bezeichnungen

Dieser Konstruktionsfehler deutet auf tiefere Probleme in russischen Rüstungsfabriken hin. Jahrelange Abhängigkeit von westlicher Elektronik ließ heimische Hersteller im Stich, als internationale Sanktionen die Lieferketten unterbrachen.

Abgeschnitten von ausländischen Hightech-Teilen griffen russische Hersteller auf ältere heimische Komponenten zurück. Die Ergebnisse waren enttäuschend und ließen die Soldaten mit überstürzten Notlösungen zurück.

Die Arena-M sieht sicherlich eleganter aus als die groben Metallkäfige, die zu Beginn des Krieges auf gepanzerte Dächer geschweißt wurden. Doch ein schickes Design nützt wenig, wenn billige Drohnen trotzdem durchkommen.