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Schätzung von 30 Jahren: Putins Generäle versprechen angeblich die Einnahme der umkämpften ukrainischen Region vor dem Winter

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Damit diese Frist eingehalten werden kann, benötigen die russischen Streitkräfte erhebliche Veränderungen auf dem Schlachtfeld.

30 Jahre.

So lange könnte es dauern, bis Russland die gesamte ukrainische Donbas-Region einnimmt, heißt es in einem Bericht der New York Times vom 10. Mai.

Nachdem Russland zu Beginn des Krieges in der Ukraine erhebliche Gebietsgewinne erzielt hatte, fiel es dem Land schwer, weiteres Territorium einzunehmen, insbesondere im Jahr 2026.

Entlang der Frontlinie soll die Ukraine im April die Kontrolle über mehr als 100 km² zurückgewonnen haben, nachdem Russland im März nur 23 km² erobert hatte.

Der Donbas besteht aus den beiden Oblasten Luhansk und Donezk, und im August 2025 berichtete Reuters, dass Russland die gesamte Oblast Luhansk und etwa drei Viertel der Oblast Donezk kontrollierte.

Das Schlachtfeld hat sich seitdem natürlich verändert, doch Analysten schätzen, dass Russland im Mai 2026 nicht den gesamten Donbas kontrolliert.

Doch das soll sich ändern – zumindest, wenn man der russischen Militärführung Glauben schenken darf.

Herbst-Frist

Laut der Financial Times haben Russlands Militärkommandeure ihrem Anführer einen neuen Zeitplan vorgelegt. Sie glauben, dass ihre Streitkräfte die gesamte Donbas-Region bis Ende des Herbstes einnehmen können.

Die Zeitung sprach mit Quellen, die persönlichen Kontakt zu Wladimir Putin haben, sowie mit Experten des ukrainischen Geheimdienstes.

Die Stimmung in Moskau hat sich offenbar geändert. Anfang des Jahres schien der russische Präsident bereit zu sein, die Kämpfe dort zu pausieren, wo sich die Truppen zu diesem Zeitpunkt befanden. Diese Bereitschaft ist inzwischen verschwunden.

Den Preis erhöhen

Dem Bericht der Financial Times zufolge zeigen sich Kreml-Beamte zuversichtlich. Sie glauben, dass die Einnahme der restlichen Regionen Donezk und Luhansk ihnen erheblichen Einfluss verschaffen wird. Zu diesem Zeitpunkt plant Moskau, von Kiew deutlich größere Zugeständnisse zu fordern.

Ukrainische Beamte schlagen Alarm. Wadym Skibizkyj, der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, warnte, dass ein Sieg im Donbas Russland nicht zufriedenstellen würde.

Er glaubt, Moskau würde rasch die vollständige Kontrolle über die Regionen Saporischschja und Cherson fordern. Große Teile dieser Gebiete befinden sich weiterhin fest in ukrainischer Hand.

Friedensgespräche erscheinen äußerst fern. Die Financial Times stellte fest, dass beide Seiten ernsthaft daran zweifeln, dass die Vereinigten Staaten in absehbarer Zeit ein sinnvolles Abkommen vermitteln können.

Quellen: Financial Times, The New York Times, Institute for the Study of War, Reuters, United24Media