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So umfangreich könnten Russlands militärische Verluste nach vier Jahren Krieg sein

So umfangreich könnten Russlands militärische Verluste nach vier Jahren Krieg sein
Jose HERNANDEZ Camera 51/shutterstock.com

Vier Jahre nach Russlands großangelegter Invasion der Ukraine hat sich der Konflikt zu einem langwierigen Abnutzungskrieg entwickelt.

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Vier Jahre nach Russlands großangelegter Invasion der Ukraine hat sich der Konflikt zu einem langwierigen Abnutzungskrieg entwickelt.

Die Frontlinien haben sich nur langsam verschoben, doch die Kosten an Personal und Material sind erheblich.

Neue Analysen deuten darauf hin, dass die russischen Verluste zu den größten gehören könnten, die eine Großmacht seit dem Zweiten Weltkrieg erlitten hat.

Laut dem Center for Strategic and International Studies (CSIS) könnte Russland von Februar 2022 bis Ende 2025 rund 1,2 Millionen militärische Gesamtverluste – Gefallene und Verwundete – erlitten haben. Davon werden bis zu 325.000 als getötet eingeschätzt.

Die Associated Press berichtete ebenfalls über die Einschätzungen und weist darauf hin, dass die Zahlen auf Analysen und Geheimdienstschätzungen beruhen, da eine unabhängige Überprüfung nicht möglich ist.

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Begrenzte Transparenz

Moskau veröffentlicht keine regelmäßig aktualisierten Gesamtopferzahlen. Laut AP hat Russland seit Anfang 2023 keine vollständige Übersicht über militärische Todesfälle veröffentlicht.

Sowohl Russland als auch die Ukraine beschränken den Zugang zu detaillierten Verlustzahlen, weshalb sich die Schätzungen auf offene Quellen, Satellitendaten und westliche Analysen stützen.

CSIS beschreibt den Krieg als klassischen Abnutzungskonflikt, bei dem hohe Verluste nicht zwangsläufig zu schnellen territorialen Durchbrüchen führen.

Hohe Materialverluste

Das Open-Source-Analyseprojekt Oryx, das ausschließlich visuell belegte Verluste erfasst, hat Tausende russische Verluste an schwerem Gerät dokumentiert, darunter mehr als 3.000 Panzer seit Beginn der Invasion.

CSIS hebt zudem hervor, dass Russland ältere Panzermodelle aus Lagerbeständen reaktivieren musste, um die Verluste auszugleichen.

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Trotz der erheblichen Verluste verfügt Russland weiterhin über beträchtliche militärische Gesamtkapazitäten. Die Analysen zeigen jedoch, dass der Krieg einen historisch hohen Preis für die russischen Streitkräfte gefordert hat.

Quellen: CSIS, The Associated Press, Oryx