Startseite Krieg Trump verspottet Putins Soldaten: „Sie sind sehr schnell abgezogen“

Trump verspottet Putins Soldaten: „Sie sind sehr schnell abgezogen“

Vladimir Putin, Donald Trump
Harold Escalona, Drop of Light / Shutterstock.com

Putin selbst hat den Vorfall bislang nicht kommentiert.

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Eine maritime Konfrontation fernab von Land ist in offenes politisches Theater übergegangen, wobei Washington und Moskau sich gegenseitig vorwerfen, wer zuerst nachgegeben hat.

Der Vorfall hat zudem eine breitere Debatte über Sanktionen, Schattenflotten und die Frage angeheizt, wie weit jede Seite zu gehen bereit ist.

Trumps Darstellung

Donald Trump sagte Fox News, dass russische Marineeskorten sich zurückgezogen hätten, als US-Kräfte begannen, den Öltanker Marinera, früher bekannt als Bella 1, zu übernehmen.

„Ich will das eigentlich nicht sagen, aber Tatsache ist, dass die russischen Schiffe, es waren ein U-Boot und ein Zerstörer, beide sehr schnell abgezogen sind, als wir ankamen“, sagte Trump. „Und wir haben das Schiff übernommen, und das Öl wird gerade entladen.“

Die Bemerkung scheint mit Berichten übereinzustimmen, auf die sich der Daily Express beruft, wonach Moskau sich während der Operation auf hoher See zurückhielt, trotz früherer Behauptungen, das Schiff stehe unter dem „Schutz“ des Kremls.

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Reaktion aus Moskau

Russische Vertreter erklärten später, die USA hätten zugestimmt, zwei russische Staatsbürger aus der festgesetzten Besatzung freizulassen, und bezeichneten die Entscheidung als Reaktion auf ein Ersuchen Moskaus.

„Als Antwort auf unser Ersuchen hat US-Präsident D. Trump beschlossen, zwei russische Staatsbürger aus der Besatzung des Tankers ‚Mariner‘ freizulassen, die zuvor von der amerikanischen Seite während einer Operation im Nordatlantik festgehalten wurden“, teilte das russische Außenministerium mit.

„Wir begrüßen diese Entscheidung und sprechen der US-Führung unseren Dank aus. Wir gehen nun dringend dazu über, alle Fragen im Zusammenhang mit der schnellstmöglichen Rückkehr unserer Landsleute in ihre Heimat zu klären.“

Wut und Folgen

Der Daily Express berichtete, Dmitri Medwedew habe die Beschlagnahmung als „kriminelle Beschlagnahme eines zivilen Schiffes“ bezeichnet und argumentiert, Russland solle nicht innerhalb des Seerechts reagieren.

Unterdessen wurden ukrainische Kommentatoren und die Open-Source-Gruppe InformNapalm zitiert, die nahelegten, Russlands spätere Angriffe, darunter ein Oreschnik-Start, seien eher als politisches Signal denn als militärische Notwendigkeit zu verstehen.

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Wolodymyr Selenskyj wurde mit den Worten zitiert: „Wir dürfen keinen einzigen Tag verlieren“, womit er stärkeren internationalen Druck forderte.

Quellen: Daily Express, Erklärungen des russischen Außenministeriums, InformNapalm.