Kein Wunder, dass Russland darauf drängt, im Jahr 2026 mehr als 400.000 neue Soldaten zu rekrutieren!
Der Krieg in der Ukraine hat sich zu einem zermürbenden Abnutzungskrieg entwickelt. Laut dem ukrainischen Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj zahlen die russischen Streitkräfte einen verheerenden Preis für jeden Zentimeter Boden, den sie in der ostukrainischen Region Donezk erobern.
Syrskyj teilte diese drastischen Zahlen nach einem Treffen mit Generalleutnant Curtis Buzzard mit, der die NATO-Mission NATO Security Assistance and Training for Ukraine (NSATU) leitet. Während ihres Treffens legte der ukrainische Oberbefehlshaber die harte Realität auf dem aktuellen Schlachtfeld dar.
Um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, konzentrierte sich Syrskyj auf die schiere Zahl der verlorenen Menschenleben. Er verwies direkt auf den hohen Blutzoll der Kämpfe im Osten.
„Ukrainische Krieger unternehmen alle Anstrengungen, um sicherzustellen, dass jeder Schritt, den der Feind unternimmt, für ihn so kostspielig und anstrengend wie möglich wird. So verliere die russische Armee beispielsweise in der Region Donezk mehr als 400 Soldaten, um einen Quadratkilometer Territorium zu erobern“, sagte Syrskyj.
Es ist unklar, wie viel der Oblast Donezk Russland derzeit kontrolliert. Im Dezember 2024 schätzte das Institute for the Study of War, dass 72 % der Oblast unter russischer Kontrolle standen.
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Schläge aus der Ferne
Die Ukraine hält nicht nur die Front. Das Land verfolgt auch eine von Syrskyj als „aktive Verteidigung“ bezeichnete Strategie, um die Initiative zurückzugewinnen. Dadurch hofft es, Russlands Fähigkeit zu größeren Angriffen zu schwächen.
Ein Teil dieses Plans umfasst Angriffe auf Ziele tief im russischen Staatsgebiet. Ukrainische Streitkräfte nehmen Rüstungsbetriebe in Entfernungen von bis zu 2.000 Kilometern ins Visier. Diese Tiefenschläge zielen darauf ab, die Waffenproduktion zu stören, die Russlands Kriegsanstrengungen unterstützt.
Näher an der Front führt die Ukraine ihre sogenannte Middle Strike Campaign durch. Diese zielt auf Versorgungslinien und Logistikzentren zwischen 200 und 300 Kilometern hinter der Frontlinie ab. „Dies sollte sich auch auf das Schlachtfeld auswirken“, erklärte Syrskyj.
Unterdessen zeigen andere Berichte, wie diese kostspieligen territorialen Vorstöße vor Ort ablaufen. Radio Svoboda berichtete kürzlich, dass einige russische Sturmgruppen auf hochgefährliche Missionen geschickt werden, nur um Flaggen in umkämpften Dörfern zu hissen. Diese hochriskanten Aktionen dienen Propagandazwecken, enden aber oft mit schweren Verlusten.
