Startseite Krieg Ukraines Taktik zeigt Wirkung: Russlands zweitgrößte Ölraffinerie stellt Betrieb ein

Ukraines Taktik zeigt Wirkung: Russlands zweitgrößte Ölraffinerie stellt Betrieb ein

Kirishi oil refinery, Russia, Leningrad
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Drei der vier Rohöldestillationseinheiten der Raffinerie wurden bei einem jüngsten Angriff beschädigt, so Quellen.

Nach einem ukrainischen Angriff hat Russlands zweitgrößte Ölraffinerie, Kirischi, ihren Betrieb eingestellt, wie Branchenquellen am 5. Mai gegenüber Reuters mitteilten.

Die Stilllegung erfolgte nach einem koordinierten Luftangriff, bei dem ukrainische Drohnen die weitläufige Anlage in der Oblast Leningrad, 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, trafen und schwere strukturelle Schäden verursachten.

Laut Quellen von Reuters wurden bei dem Angriff drei der vier Rohöldestillationseinheiten der Anlage von ukrainischen Drohnen beschädigt, und Berichten zufolge wurden auch mehrere Sekundäreinheiten in Mitleidenschaft gezogen.

Beamte in Kiew übernahmen schnell die volle Verantwortung für die Zerstörung, wobei der Sicherheitsdienst der Ukraine bekannt gab, dass seine Eliteeinheit Alpha die komplexe Mission zusammen mit Spezialkräften durchgeführt habe.

Alles Teil des ukrainischen Plans

Die Ukraine richtet mit Langstreckenangriffen verheerenden Schaden in der russischen Öl- und Gasindustrie an, und seit Anfang 2026 hat die ukrainische Kampagne zugenommen.

Am 4. Mai berichtete Ukrainska Pravda, dass die Ukraine seit Jahresbeginn mehr als 20 Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur durchgeführt habe, wodurch Schäden und Verluste von über 7 Milliarden US-Dollar entstanden seien.

Öl- und Gasexporte sind entscheidend für die russische Wirtschaft. Laut dem Oxford Institute for Energy Studies machten die Einnahmen aus Öl und Gas in den letzten zehn Jahren zwischen 30 und 50 % der gesamten föderalen Haushaltseinnahmen Russlands aus.

Durch die gezielte Bekämpfung dieser Industrie hofft die Ukraine, der russischen Kriegsmaschinerie Geld zu entziehen und Putin möglicherweise dazu zu zwingen, den Krieg zu beenden.

Die wirtschaftlichen Folgen

Quellen von Reuters zufolge ist es schwierig, einen Zeitrahmen für Reparaturen abzuschätzen, und während die Raffinerie stillsteht, verliert die russische Wirtschaft Geld.

Allein im letzten Jahr verarbeitete die Anlage über siebzehn Millionen Tonnen Rohöl und soll in den vergangenen Jahren etwa 7 % des gesamten russischen Ölraffinerievolumens ausgemacht haben.

Quellen: Reuters, NASA FIRMS, Gouverneur Alexander Drozdenko, Sicherheitsdienst der Ukraine, Oxford Institute for Energy Studies, The Washington Post