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Verzweifelter Putin erhält 3 Milliarden US-Dollar von Oligarchen zur Stopfung des Haushaltslochs

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Harold Escalona / Shutterstock.com

Die Spende könnte Berichten zufolge bis zu 15 % des Bundeshaushaltsdefizits decken.

Wenn ein Land mit massiven wirtschaftlichen Belastungen konfrontiert ist, suchen seine Führungspersönlichkeiten oft nach kreativen Wegen, um die Finanzen auszugleichen.

Nationale Haushalte können in Zeiten intensiver internationaler Konflikte – wie eines zermürbenden Abnutzungskriegs, der sich nun im fünften Jahr befindet – schnell außer Kontrolle geraten.

Um dem entgegenzuwirken, haben einige der reichsten Menschen der Welt eine unerwartet hohe Geldsumme bereitgestellt.

Massive Finanzspritze

Laut dem Wirtschaftsmagazin Expert haben Russlands reichste Oligarchen gerade unglaubliche 220 Milliarden Rubel (3 Milliarden US-Dollar) an die Staatskasse überwiesen.

Die enorme Summe ist fast 130-mal höher als die nichtstaatlichen Spenden, die der Kreml ursprünglich für das gesamte Jahr erwartet hatte. Offizielle Haushaltsdaten zeigen, dass der Staat ursprünglich nur einen winzigen Bruchteil dieses Betrags prognostiziert hatte.

Die Unternehmensspenden werden im Laufe des Jahres voraussichtlich weiter steigen. Ein anonymer Bundesbeamter teilte Expert mit, dass diese privaten Beiträge bis zum Ende des Geschäftsjahres voraussichtlich 300 Milliarden Rubel erreichen werden.

Hinter verschlossenen Türen

Diese ungewöhnliche finanzielle Rettungsleine geht auf ein privates Treffen im März zurück. Während dieses Treffens mit Präsident Wladimir Putin schlug ein wohlhabender Geschäftsmann freiwillige Unternehmensbeiträge vor, um die Regierung finanziell zu unterstützen.

The Moscow Times berichtet, dass Kreml-Sprecher Dmitri Peskow später klarstellte, dass Putin selbst das Geld entgegen frühen Medienberichten nie von den Wirtschaftsführern gefordert habe. Der Sprecher bestätigte, dass der Präsident die persönliche Initiative unterstützte.

Insider behaupten, dass der Milliardär und Senator Suleiman Kerimow der Geschäftsmann hinter dem Vorschlag gewesen sei. Ein separater Bericht des Medienunternehmens The Bell stellte fest, dass Kerimow persönlich 100 Milliarden Rubel zugesagt habe, um die Initiative anzuführen.

Um Diskretion zu wahren, leiten die Tycoons die Gelder nicht direkt aus ihren Hauptunternehmen weiter. Quellen teilten Expert mit, dass die Milliardäre das Geld stattdessen über undurchsichtige Briefkastenfirmen und private Unternehmensstiftungen leiteten.

Die Lücke schließen

Obwohl die milliardenschweren Zuwendungen nur einen kleinen Teil der gesamten Staatsausgaben ausmachen, sagen Finanzexperten, dass das Geld dazu beitragen wird, eine massive Lücke zu schließen.

Analysten teilten dem Magazin mit, dass das Geld bis zu 15 Prozent des stark steigenden Haushaltsdefizits des Landes decken könnte. Von Januar bis April stieg das Defizit aufgrund massiver Militärausgaben auf fast 80 Milliarden US-Dollar.

Das russische Finanzministerium und die russische Zentralbank haben die russische Führung kürzlich gewarnt, dass Russlands gesamter Staatshaushalt in Gefahr geraten könnte, wenn nichts unternommen werde, um die Verteidigungsausgaben einzudämmen.

Quellen: Expert Magazine, The Bell, Bloomberg, The Moscow Times