Ein Frieden in der Ukraine scheint vorerst nicht in Sicht, da der Krieg in sein fünftes Jahr geht.
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Die Kämpfe bleiben intensiv, und beide Seiten sind weiterhin stark auf dem Schlachtfeld mobilisiert.
Doch selbst während sich der Konflikt hinzieht, fragen Analysten zunehmend, was passieren könnte, wenn der Krieg irgendwann endet.
Eine der größten Fragen betrifft die Zukunft der Hunderttausenden russischen Soldaten, die derzeit in der Ukraine stationiert sind.
Wachsende Unsicherheit
Der Krieg in der Ukraine dauert inzwischen mehr als vier Jahre, und obwohl weiterhin versucht wird, eine Einigung zu erreichen, bleibt der Ausgang unklar.
Der Journalist Mateusz Lachowski sagte in der Sendung „Newsroom“ von Wirtualna Polska, dass sich manche Menschen in der Ukraine möglicherweise Sorgen um ihre Zukunft machen, sobald der Konflikt endet.
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„Es gibt sicherlich Unternehmer und einige Politiker, die befürchten, dass sie nach dem Krieg einfach, wie man in Polen sagt, ‚ausgeschlossen‘ werden“, sagte er.
Er betonte jedoch, dass die meisten Ukrainer möchten, dass der Krieg endet, damit sie ihr Land wieder aufbauen und in den Alltag zurückkehren können.
Russlands größeres Problem
Laut Lachowski könnte die Situation für Russland deutlich komplizierter sein.
„In Russland habe ich den Eindruck, dass es diese Angst gibt, was passieren wird, wenn dieser Krieg endet“, sagte er.
Er wies darauf hin, dass derzeit mehr als 700.000 russische Soldaten in den besetzten Gebieten der Ukraine stationiert sind, und die Zahl weiter steigt.
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Problem für den Kreml
Lachowski argumentierte, dass der Kreml Schwierigkeiten haben könnte, eine so große Zahl von Truppen einfach zu demobilisieren.
Einige der an dem Krieg beteiligten Soldaten hätten, so sagte er, eine kriminelle Vergangenheit, was ihre Rückkehr ins zivile Leben erschweren könnte.
„Dieses Ethos dieser ‚Kämpfer der speziellen Operation‘ zu schaffen bedeutet, dass diese Menschen zwangsläufig bestimmte Forderungen an den Staat stellen werden“, sagte er.
„Sie werden Erwartungen an ihre Rolle in der Gesellschaft haben, wenn sie nach Hause zurückkehren.“
Möglicher Einsatz an der Grenze
Anstatt Soldaten nach Hause zu schicken, könnten einige in andere strategische Gebiete verlegt werden.
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Lachowski schlug vor, dass russische Kräfte nach dem Krieg in der Nähe der östlichen Grenzen der NATO positioniert werden könnten.
„Einige dieser Menschen werden einfach in die baltischen Staaten und an unsere Grenze gehen, zum Beispiel nach Belarus, um Druck auf uns auszuüben, uns Angst zu machen und die Armee wieder einzusetzen, denn dafür braucht Russland die Armee: um Politik zu betreiben“, sagte er.
Quellen: Wirtualna Polska