Startseite Krieg Weiterer Schlag gegen Putins Schattenflotte: Russischer Tanker bei Drohnenangriff beschädigt

Weiterer Schlag gegen Putins Schattenflotte: Russischer Tanker bei Drohnenangriff beschädigt

Drone strike, Buk-M3
HUR / Screenshot

Die Spannungen auf See rücken erneut in den Fokus der Weltöffentlichkeit, nachdem sich ein neuer Zwischenfall mit einem russisch verbundenen Öltanker ereignet hat.

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Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund bereits angespannter Lage durch Festsetzungen von Schiffen, Durchsetzung von Sanktionen und Warnungen vor einer weiteren Eskalation.

Zwischenfall im Schwarzen Meer

Ein weiterer Öltanker, der mutmaßlich zur sogenannten Schattenflotte von Wladimir Putin gehört, ist Berichten zufolge im Schwarzen Meer von einer Drohne getroffen worden.

Der unter der Flagge von Palau fahrende Tanker Elbus wurde laut lokalen Berichten mit aufsteigendem Rauch an Deck etwa 30 Meilen vor der türkischen Küste gesichtet.

Das Schiff, das bis zum vergangenen Jahr unter dem Namen Euroleader bekannt war, setzte einen Notruf ab und änderte anschließend abrupt den Kurs in Richtung türkischer Gewässer.

Einheiten der türkischen Küstenwache schleppten den Tanker später zur Überprüfung in den Hafen von İnebolu.

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Widersprüchliche Angaben

Verletzungen unter der Besatzung wurden nicht gemeldet. Der Tanker war auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossijsk, wo er Rohöl laden sollte.

Der türkische Sender NTV berichtete: „Der Öltanker Elbus, der etwa 30 Meilen vor der Küste des Bezirks Abana in der Provinz Kastamonu unterwegs war, wurde bei einem Drohnenangriff in den oberen Bereichen getroffen.

Nach einem Notruf des Schiffes, das mutmaßlich Ziel eines Drohnenangriffs war, wurden Teams des Küstenwachkommandos in das Gebiet entsandt.“

Hintergrund des Schiffs

Die Elbus wurde 2005 gebaut und hat eine Tragfähigkeit von 159.062 Tonnen. Nach verfügbaren Daten unterliegt sie derzeit keinen westlichen Sanktionen.

Obwohl der Tanker unter der Flagge von Palau fährt, ist er Berichten zufolge auf ein in Hongkong ansässiges Unternehmen registriert.

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Zuvor war das Schiff von Singapur aus unterwegs und passierte wenige Tage vor dem Vorfall den Bosporus.

Größerer Zusammenhang

Der mutmaßliche Angriff ereignete sich nur wenige Stunden nachdem die Vereinigten Staaten mit britischer Unterstützung den russisch verbundenen Tanker Marinera im Nordatlantik beschlagnahmt hatten.

Diese Operation erfolgte wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Sanktionen im Zusammenhang mit Venezuela.

Die Elbus ist der fünfte Tanker, der seit November im Schwarzen Meer getroffen wurde. Analysten sehen darin Teil der ukrainischen Bemühungen, Russlands Fähigkeit zu beeinträchtigen, Einnahmen aus Ölexporten zu erzielen, mit denen der Krieg finanziert wird.

Quellen: Daily Express, türkischer Sender NTV

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