Russische Beamte prahlen damit, dass ihre ferngesteuerten Waffen das Vereinigte Königreich erreichen können.
Moderne Konflikte beschränken sich nicht mehr nur auf Panzer, die über Grenzen rollen.
Das Schlachtfeld erstreckt sich heute tief in den Himmel, erfüllt von kleinen Fluggeräten, die tödliche Nutzlasten tragen.
Während diese robotischen Schwärme immer größer werden, schleicht sich die Bedrohung leise an völlig neue Grenzen heran.
Die Entdeckung der Startrampen
Militärische Bauvorhaben vor Satelliten zu verbergen, ist nahezu unmöglich. Ermittler haben nun geleakte Überwachungsbilder zusammengefügt, um eine wachsende russische Kapazität aufzudecken.
Laut einem Bericht von The Telegraph, der vom Daily Express zitiert wird, entdeckten Militäranalysten neue Aktivitäten entlang der Grenzen von Belarus und der Ukraine. Sie identifizierten fast 60 Startrampen, die sich auf 10 verschiedene Stützpunkte verteilen.
Diese Strukturen sind speziell für den Start von Starrflügel-Drohnen konzipiert. Und die Bauarbeiten deuten darauf hin, dass Moskau weitaus größere Entfernungen im Blick hat.
Spezialisten klassifizierten 20 dieser Strukturen als verlängerte Startrampen. Diese zusätzliche Länge bietet die notwendige Startbahn, um schwere, weitreichende Luftangriffe zu initiieren.
Grenzen verschieben
Russische Beamte prahlen damit, dass ihre ferngesteuerten Waffen das Vereinigte Königreich erreichen können. Verteidigungsexperten widersprechen dem. Sie glauben, dass britische Streitkräfte einen solchen Angriff leicht abfangen würden, bevor er Schaden anrichtet.
Doch Nationen, die näher am Konflikt liegen, bleiben in höchster Alarmbereitschaft. Berichte deuten darauf hin, dass Russland aktiv die Möglichkeit eines Angriffs auf polnischem Boden prüft.
Diese Bedrohung fühlt sich nach jüngsten Luftraumverletzungen sehr real an. Erst letzte Woche fing Rumänien eine russische Drohne ab, die seine Grenzen überflogen hatte.
Die Spannungen steigen schnell. Als Reaktion darauf gab die NATO eine feste Erklärung ab, in der sie bekräftigte, „bereit zu sein, jeden Zentimeter verbündeten Territoriums zu verteidigen“.
Ein Wochenende der Schwärme
Unbemannte Fluggeräte dominieren nun die täglichen Kämpfe. An einem einzigen Wochenende feuerte die Ukraine 1.478 Drohnen und neun Marschflugkörper auf russisches Territorium ab.
Das russische Verteidigungsministerium behauptete, seine Streitkräfte hätten am Sonntag 822 dieser anfliegenden Drohnen zerstört. Doch einige trafen dennoch ihre Ziele, wobei etwa 150 ukrainische Drohnen einen massiven Waldbrand in der Region Rostow auslösten.
Unterdessen bombardiert Moskau weiterhin ukrainische Städte aus der Luft. Präsident Selenskyj hob kürzlich die unerbittliche Natur des Luftangriffs hervor.
„Wo immer die Russen mit ihren ballistischen Raketen hinkommen, schlagen sie zivile Infrastruktur an“, sagte er. „Seit heute Morgen dauern die Luftalarmmeldungen in vielen Regionen an, die Russen haben eine weitere Drohnenwelle gestartet.“
Quellen: Daily Express, The Telegraph, Russisches Verteidigungsministerium, NATO