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Warum manche Menschen nachts nicht abschalten können

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Früh schlafen gehen und morgens erholt aufstehen – für viele ist das selbstverständlich.

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Andere hingegen bleiben regelmäßig bis spät in die Nacht wach, obwohl der nächste Tag früh beginnt.

Eine US-Studie zeigt nun, dass dieses Verhalten weniger mit fehlender Disziplin zu tun hat als mit emotionalen Mustern.

Spätes Zubettgehen ist oft kein Zufall

Viele kennen das Gefühl, den Schlaf immer weiter hinauszuschieben: noch kurz das Handy prüfen, noch etwas lesen oder streamen.

Forschende sehen darin kein reines Zeitproblem. Vielmehr deutet vieles darauf hin, dass innere Anspannung eine zentrale Rolle spielt.

Wer abends schwer zur Ruhe kommt, nutzt die späten Stunden oft als einzigen Moment ohne äußere Verpflichtungen.

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Was die Studie untersucht hat

Wissenschaftler der University of Utah begleiteten mehrere hundert junge Erwachsene über einen Zeitraum von zwei Wochen.

Die Teilnehmenden hielten ihre Schlafzeiten fest und beantworteten Fragen zu Stimmung, Stress und Persönlichkeit.

Ziel war es, Zusammenhänge zwischen emotionalem Erleben und Schlafverhalten zu erkennen.

Weniger positive Gefühle, mehr innere Unruhe

Die Auswertung zeigte ein klares Muster: Personen, die regelmäßig sehr spät schlafen gingen, berichteten seltener von positiven Emotionen.

Gleichzeitig traten Grübeln, Unruhe und negative Gedanken häufiger auf. Studienleiter Steven Carlson erklärte, dass viele Betroffene zwar körperlich müde seien, mental jedoch nicht abschalten könnten.

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Stress und ungelöste Gedanken hielten sie wach.

Unterschiede zwischen Morgen- und Abendtypen

Menschen mit frühem Schlafrhythmus beschrieben ihren Alltag häufiger als stabil und ausgeglichen. Späte Schläfer hingegen erlebten ihre Tage oft intensiver, aber auch belastender.

Für einige wurde der späte Abend zu einer Art geschützter Zeit, die man nur ungern aufgibt.

Warum ausreichend Schlaf wichtig bleibt

Dauerhafter Schlafmangel kann Konzentration, Stimmung und Belastbarkeit beeinträchtigen.

Fachleute empfehlen Erwachsenen mindestens sieben Stunden Schlaf pro Nacht. Langfristig kann zu wenig Schlaf zudem ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

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Quelle: Bunte