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EU verschärft Regeln für Smartphone-Hersteller mit neuen Batterievorgaben

EU verschärft Regeln für Smartphone-Hersteller mit neuen Batterievorgaben
James Lovering/shutterstock.com

Die Europäische Union will ändern, wie Smartphones und andere Geräte gebaut werden. Ziel ist es, Batterien leichter austauschbar zu machen und Elektroschrott zu reduzieren.

Die Europäische Union will ändern, wie Smartphones und andere Geräte gebaut werden. Ziel ist es, Batterien leichter austauschbar zu machen und Elektroschrott zu reduzieren.

Die Vorschriften, beschlossen im Rahmen der Verordnung (EU) 2023/1670, treten ab 2027 in Kraft.

Sie gelten für Smartphones, Tablets und andere Geräte mit integrierten wiederaufladbaren Batterien.

Neue Anforderungen

Die Verordnung verlangt, dass Batterien ohne Spezialwerkzeug ausgetauscht werden können. Hersteller dürfen weiterhin Werkzeuge bereitstellen, müssen diese jedoch kostenlos mitliefern.

Das bedeutet keine Rückkehr zu abnehmbaren Rückseiten. Stattdessen müssen Geräte so gestaltet sein, dass Nutzer sie leichter öffnen und reparieren können.

Die Regeln gelten über Smartphones hinaus für eine Vielzahl elektronischer Geräte. Auch andere batteriebetriebene Verbraucherprodukte in der EU sind betroffen.

Wichtige Ausnahmen

Die Verordnung enthält Ausnahmen basierend auf der langfristigen Batterieleistung. Geräte, die nach 1.000 Ladezyklen mindestens 80 % Kapazität behalten, können davon profitieren.

Einige neuere High-End-Geräte erfüllen diese Anforderungen bereits, was den Bedarf an umfangreichen Neugestaltungen begrenzen könnte.

Hersteller können in bestimmten Fällen auch auf professionelle Reparaturdienste zurückgreifen, müssen dabei jedoch strenge Auflagen erfüllen.

Strenge Bedingungen

Unternehmen müssen mindestens fünf Jahre Betriebssystem-Updates bereitstellen. Batterien müssen ihre Leistung über Hunderte von Ladezyklen hinweg beibehalten.

Geräte müssen zudem Haltbarkeitsstandards wie IP67 für Wasser- und Staubschutz erfüllen. Sie müssen Falltests bestehen und Mindestanforderungen an Kratzfestigkeit erfüllen.

Ersatzteile müssen bis zu sieben Jahre nach dem Marktrückzug eines Produkts verfügbar bleiben. Dies soll die Lebensdauer verlängern und Reparaturen erleichtern.

Größeres Bild

Die Regeln sind Teil einer umfassenderen EU-Strategie zur Reduzierung von Elektroschrott. In der EU fallen jährlich rund fünf Millionen Tonnen davon an.

Nur etwa 40 % werden derzeit recycelt, wie offizielle Zahlen zeigen. Ziel ist es, die Reparierbarkeit zu verbessern und unnötige Neuanschaffungen zu vermeiden.

Die Verordnung dürfte Hersteller zu langlebigeren Designs bewegen. Sie könnte auch verändern, wie Verbraucher ihre Geräte nutzen und instand halten.

Quellen: Verordnung (EU) 2023/1670, EU, Bloomberg, Bangkok Post