Viele Autofahrer erwarten Verkehrskameras an Kreuzungen oder über Autobahnen.
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Viele Autofahrer erwarten Verkehrskameras an Kreuzungen oder über Autobahnen. Doch in den Vereinigten Staaten arbeitet ein weiteres Kameranetzwerk nahezu unbemerkt, versteckt an Orten, die Fahrer kaum wahrnehmen.
Einige dieser Geräte sind in alltäglicher Straßeninfrastruktur verborgen, was Fragen darüber aufwirft, wie Fahrzeuge überwacht werden.
Versteckt im Alltag
Laut BGR wird das System von der U.S. Border Patrol betrieben und reicht weit über unmittelbare Grenzregionen hinaus.
Die Kameras sind Berichten zufolge in Verkehrskegeln, Stromzählern und anderen gewöhnlichen Objekten am Straßenrand versteckt.
Sie sind mit Kennzeichenscannern ausgestattet, die Fahrzeugdaten erfassen und speichern, wo Autos fahren und wie häufig sie bestimmte Bereiche passieren.
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Städte, in denen solche Kameras entdeckt wurden, sind unter anderem Houston, Chicago, Los Angeles, Charlotte sowie Gebiete nahe der Grenze zwischen Michigan und Indiana.
Fahrzeugverfolgung
Die Technologie nimmt nicht nur Bilder auf. Sie analysiert Bewegungsmuster und kann Aktivitäten markieren, die das System als ungewöhnlich einstuft.
Mit einem Budget der Border Patrol in Milliardenhöhe wird zunehmend künstliche Intelligenz eingesetzt, um Daten auszuwerten und Fahrzeuge zu identifizieren, die Aufmerksamkeit erfordern könnten.
Laut BGR bleiben viele Standorte dieser Kameras geheim – sogar in Gerichtsakten und offiziellen Polizeidokumenten.
Einige Fahrer berichten, dass sie von der Polizei angehalten wurden, nachdem ihr Fahrzeug vom System markiert wurde.
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Polizeikontrollen
In mehreren Fällen wurden Fahrer zunächst wegen gewöhnlicher Verkehrsverstöße angehalten, etwa wegen Geschwindigkeitsüberschreitung oder Fahrspurverstößen.
Ein von BGR genanntes Beispiel betrifft Alek Schott, der im März 2022 von einer Geschäftsreise nahe San Antonio zurückkehrte.
Polizisten behaupteten, er habe die Fahrbahnlinie überfahren, was Schott bestritt. Nach Fragen zu seiner Reise und möglichen Vorstrafen wurde ein Spürhund hinzugezogen und sein Fahrzeug durchsucht.
Es wurde nichts Illegales gefunden, und Schott reichte später Klage ein, weil er sich zu Unrecht ins Visier genommen fühlte.
Wachsende Kritik
Bürgerrechtsorganisationen argumentieren, die Technologie gleiche eher Massenüberwachung als gezielter Strafverfolgung.
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Jay Stanley von der American Civil Liberties Union sagte gegenüber ABC 7 News: “I think we should all agree that we shouldn’t let immigration become an excuse for the government to set up vast surveillance systems that watch everybody all the time.”
Auch juristische Herausforderungen entstehen. Im Februar 2026 wurde im Bundesstaat Maine eine Sammelklage eingereicht, in der Border-Patrol-Beamte beschuldigt werden, während Kontrollen Gesichter von Personen in der Nähe gescannt und ihnen mit Überwachungslisten gedroht zu haben.
Der Fall verdeutlicht die wachsenden Sorgen darüber, wie Überwachungstechnologie eingesetzt wird und ob bestehende Gesetze ausreichenden Schutz für Bürger bieten.
Quelle: BGR