Eine neue Taktik scheint Russlands Luftstrategie in der Ukraine zu prägen
Eine neue Taktik scheint Russlands Luftstrategie in der Ukraine zu prägen. Berichte deuten darauf hin, dass Imitationsdrohnen eingesetzt werden, um Luftabwehrsysteme bei groß angelegten Angriffen zu verwirren.
Der Ansatz zeigt ein sich wandelndes Schlachtfeld, in dem Masse und Täuschung ebenso wichtig werden wie Feuerkraft.
Himmel wird geflutet
Laut Voennoedelo, unter Berufung auf den Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums Sergej Beskrestnow, setzten russische Streitkräfte am 2. Mai Parodiya-Täuschungsdrohnen ein.
Die Angaben wurden über Telegram verbreitet und konnten nicht unabhängig bestätigt werden.
Demnach wurden Dutzende dieser Drohnen gemeinsam mit echten Angriffssystemen gestartet, um die ukrainische Luftabwehr zu überlasten und Abfangmaßnahmen zu erschweren.
Im Vergleich zu früheren Kriegsphasen, in denen Angriffsdrohnen meist allein eingesetzt wurden, deutet dies auf eine neue Strategie hin, bei der echte und falsche Ziele kombiniert werden, um Verteidigungssysteme zu belasten.
Zur Verwirrung entwickelt
Open-Source-Daten, die von Voennoedelo zitiert werden, deuten darauf hin, dass die Parodiya-Drohne leicht gebaut ist und echte Angriffsdrohnen im Flug nachahmen soll, auch wenn genaue technische Details unklar bleiben.
Sie soll Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreichen und in ähnlichen Höhen wie Angriffsdrohnen operieren, wodurch sie sich in ankommende Wellen einfügen kann.
Mit einer geschätzten Reichweite von bis zu 600 Kilometern können diese Täuschungsdrohnen große Distanzen zurücklegen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass echte Drohnen die Verteidigung durchdringen.
Teil größerer Angriffe
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass die Angriffe am selben Tag militärisch-industrielle Anlagen, Flugplätze und Hafeninfrastruktur zum Ziel hatten.
Zudem wurden Angriffe auf Einrichtungen zur Lagerung und zum Start von Drohnen gemeldet, die jedoch nicht unabhängig bestätigt werden konnten.
Die Kombination aus echten und imitierten Drohnen deutet auf eine umfassendere Strategie hin, die Luftabwehr schrittweise zu erschöpfen, statt sich allein auf einzelne Angriffserfolge zu verlassen.
Quellen: Voennoedelo, Aussagen von Sergej Beskrestnow (Telegram), russisches Verteidigungsministerium, Open-Source-Daten