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2 mal 3 Meter: In der Zelle, in der Nicolás Maduro jetzt lebt

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SWinxy, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Der Sturz von der Macht kann plötzlich kommen.

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Aus der Öffentlichkeit entfernt und seiner Autorität beraubt, spielt sich die folgende Realität oft hinter Mauern ab, die kaum jemand je zu sehen bekommt.

Für einen ehemaligen Staatschef entfaltet sich diese Realität nun in einer der härtesten Haftanstalten der Vereinigten Staaten.

Hinter Gefängnismauern

Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores werden im Metropolitan Detention Center in Brooklyn festgehalten, dem einzigen noch betriebenen Bundesgefängnis in New York.

Die Einrichtung hat unter Insassen einen düsteren Ruf und wird laut HLN als „Hölle auf Erden“ bezeichnet.

Das Paar erschien am Montag, dem 5. Januar, erstmals vor einem Gericht in Manhattan.

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Nach der Anhörung wurden sie zurück in das Haftzentrum gebracht, wo sie in einer speziellen Isolationsabteilung untergebracht sind.

Spartanische Bedingungen

Maduro und Flores sind in einer kleinen Zelle untergebracht, die etwa zwei mal drei Meter misst.

Darin befindet sich ein Stahlbett mit einer nur drei Zentimeter dicken Matratze, ohne Kissen.

Sie sind 23 Stunden am Tag in ihrer Zelle eingeschlossen. Die verbleibende Stunde verbringen sie in einem etwas größeren, abgeschlossenen Bereich, in dem sie gehen dürfen.

Strenger Tagesablauf

Wie andere Bundesgefangene müssen auch die ehemaligen venezolanischen Führungspersonen strenge Gefängnisregeln befolgen.

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Sie tragen die standardmäßige braune Gefängniskleidung und dürfen dreimal pro Woche duschen.

Die Mahlzeiten folgen einem festen Zeitplan. Das Frühstück wird um 7 Uhr serviert, das Mittagessen wird in der Zelle auf einem Tablett auf dem Bett eingenommen.

Obwohl einige Mahlzeiten Gerichte wie Lasagne enthalten, müssen zusätzliche Produkte separat gekauft werden.

Die Preise innerhalb der Anstalt sind hoch. Ein Snickers-Riegel kostet rund sechs Euro, eine Tüte Kartoffelchips etwa 3,60 Euro.

Eingeschränkter Kontakt

Besuche sind auf dienstags beschränkt, Telefongespräche auf 15 Minuten begrenzt. Sämtliche Kommunikation wird von den Gefängnisbehörden streng überwacht.

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Die Inhaftierung erfolgt wegen schwerer Vorwürfe im Zusammenhang mit Drogenhandel und Waffendelikten.

Obwohl Maduro und Flores auf nicht schuldig plädiert haben, bleiben sie mindestens bis zu ihrem nächsten Gerichtstermin am 17. März in Haft.

Quellen: HLN, L’independent.