Die Schießerei hat Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung ausgelöst.
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Ein kürzlich veröffentlichter Bundesbericht wirft Fragen darüber auf, wie sich am Wochenende eine tödliche Begegnung auf einer Straße in Minneapolis ereignete, berichten CNN, POLITICO, ABC News, CBS News und NPR.
Das an den Kongress übermittelte Dokument beschreibt, was die Behörden nach eigenen Angaben vor und nach der Erschießung von Alex Pretti während eines bundesweiten Durchsetzungseinsatzes geschah.
Details der ersten Überprüfung
Laut CNN führten Ermittler des Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security, DHS) eine erste Auswertung von Aufnahmen aus Bodycams sowie von Unterlagen der Zoll- und Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection, CBP) vom Einsatzort durch.
Die Behörde erklärte, sie habe die Gesetzgeber über aus ihrer Sicht zentrale Fakten im Zusammenhang mit dem Vorfall informiert.
In dem Bericht heißt es, dass zwei Bundesbeamte während der Begegnung ihre Waffen abfeuerten. Darin wird jedoch nicht erwähnt, dass Pretti zu irgendeinem Zeitpunkt versucht habe, nach seiner Schusswaffe zu greifen – ein zentraler Bestandteil der Darstellung der Behörden darüber, was sich vor den Schüssen ereignet haben soll.
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Das DHS erklärte, die Schießerei habe sich ereignet, als die Beamten versuchten, Pretti in Gewahrsam zu nehmen, nachdem eine Konfrontation rasch eskaliert sei.
Gerangel und Schüsse
Der dem Kongress vorgelegte Zeitablauf besagt, dass während eines Gerangels „ein BPA [Border Patrol Agent] mehrfach ‚Er hat eine Waffe!‘ gerufen habe“.
Weiter heißt es in dem Bericht: „CBP-Personal versuchte, Pretti in Gewahrsam zu nehmen. Pretti widersetzte sich den Bemühungen des CBP-Personals, und es kam zu einem Gerangel. Während des Gerangels rief ein BPA mehrfach: ‚Er hat eine Waffe!‘ Ungefähr fünf Sekunden später feuerte ein BPA seine dienstlich ausgegebene Glock 19 ab, und ein CBPO feuerte ebenfalls seine dienstlich ausgegebene Glock 47 auf Pretti ab.“
Die Behörden machten keine Angaben dazu, ob beide Beamten Pretti mit ihren Schüssen trafen.
Widersprüchliche Darstellungen
Nach der Schießerei, so heißt es in dem Bericht, habe „ein BPA mitgeteilt, dass er im Besitz von Prettis Schusswaffe sei“, ohne näher auszuführen, wann diese gesichert wurde.
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Mehrere von verschiedenen Nachrichtenmedien ausgewertete zivile Videoaufnahmen scheinen jedoch zu zeigen, dass Pretti von einem Beamten wenige Augenblicke vor dem ersten Schuss entwaffnet wurde.
Das DHS erklärte, die Begegnung habe begonnen, als Beamte versuchten, Zivilisten während eines nahegelegenen Einsatzes von einer Fahrbahn zu entfernen. Nachdem eine Frau zu Pretti gelaufen sei, um Hilfe zu suchen, setzten die Beamten Pfefferspray ein und versuchten, ihn festzunehmen.
Die Schießerei hat Forderungen nach einer umfassenden Untersuchung ausgelöst, darunter auch entsprechende Forderungen von mehr als zwei Dutzend republikanischen Abgeordneten.
Quellen: ABC News, NPR, POLITICO, CBS News, CNN