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AliExpress droht hohe EU-Strafe wegen Versäumnis, illegale Produkte zu blockieren

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Tada Images / Shutterstock.com

Online-Schnäppchen lassen sich einfacher denn je mit einem einzigen Tippen auf einem Smartphone-Bildschirm ergattern.

Laut DR News gehen europäische Aufsichtsbehörden hart gegen ausländische Online-Marktplätze vor, die unsichere Artikel an Millionen alltäglicher digitaler Käufer verkaufen.

Preis unsicherer Waren

Der chinesische E-Commerce-Riese AliExpress muss eine Rekordstrafe von 550 Millionen Euro zahlen, nachdem europäische Aufsichtsbehörden die bisher höchste Strafe im Rahmen neuer digitaler Sicherheitsgesetze verhängt haben.

Wie DR News aus Brüssel berichtete, hat die Europäische Kommission die riesige Einkaufsplattform bestraft, weil sie keine ordnungsgemäßen Qualitätskontrollen für Artikel durchgeführt hat, die auf ihrem digitalen Marktplatz gelistet sind.

Die Aufsichtsbehörden entdeckten gefährliches Kinderspielzeug sowie Kosmetika, die giftige, illegale Chemikalien enthielten. Selbst nachdem Sicherheitsteams die gefährlichen Produkte gemeldet hatten, blieben mehrere Artikel auf der Website zum Kauf verfügbar.

Beamte stellten fest, dass die Plattform nicht genügend Qualitätskontrollpersonal einsetzte, um ihr riesiges Online-Inventar zu überwachen. Infolgedessen gelangten Millionen nicht konformer Artikel in ahnungslose europäische Haushalte.

Kampf gegen die Strafe

Die Plattform sah sich auch scharfer Kritik ausgesetzt, weil sie aktiv Werbung für illegale Waren in ihrem Netzwerk schaltete. AliExpress ist die größte chinesische Einkaufsplattform, die in Europa tätig ist und schätzungsweise 193 Millionen Kunden neben den beliebten Konkurrenten Shein und Temu bedient.

Trotz der Höhe der Strafe wehrte sich das Unternehmen vehement gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission. In einer E-Mail-Erklärung an Reuters schrieb AliExpress: „Wir sind mit der heutigen Entscheidung und der unverhältnismäßig hohen Geldstrafe nicht einverstanden, die unseren bestehenden Rahmen und die erheblichen, proaktiven Verbesserungen, die wir vorgenommen haben, nicht angemessen widerspiegelt.“

Das Unternehmen fügte hinzu, es lese die Entscheidung sorgfältig und erwäge alle verfügbaren Optionen. Die Aufsichtsbehörden haben den Marktplatz angewiesen, bis zum 20. Oktober einen konkreten Aktionsplan vorzulegen, der aufzeigt, wie er beabsichtigt, die Sicherheitsvorschriften künftig einzuhalten.

Technologiegiganten im Visier

Diese massive Geldstrafe stellt die dritte große Durchsetzungsmaßnahme gegen ausländische Technologiegiganten im Rahmen des Digital Services Act der EU dar.

Der Regulierungsdruck ist in den letzten Monaten auf dem gesamten Kontinent dramatisch gestiegen. DR News berichtete, dass Elon Musks soziales Netzwerk X zuvor eine Strafe von 120 Millionen Euro erhalten hatte, während die konkurrierende Shopping-App Temu eine Geldstrafe von 200 Millionen Euro bekam.

Europäische Beamte hoffen, dass diese Milliarden-Kronen-Strafen eine klare Warnung an globale Technologieunternehmen senden, dass Verbraucherschutzgesetze nicht ignoriert werden können.

Quellen: DR News, Reuters, Europäische Kommission