Der Vertrag wurde im Dezember unterzeichnet, und die ersten Fahrzeuge sollen in Kürze geliefert werden.
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Deutschland und die Ukraine beginnen damit, ein neu unterzeichnetes Verteidigungsabkommen in die Praxis umzusetzen – ein weiterer Schritt in Kyjiws Bemühungen, seine Landstreitkräfte während des Krieges zu modernisieren.
Das im vergangenen Monat geschlossene Abkommen geht nun von der Planungs- in die Lieferphase über.
Die frühe Produktion neuer gepanzerter Fahrzeuge soll in Kürze beginnen, auch wenn viele kommerzielle Details weiterhin nicht offengelegt sind.
Abkommen tritt in Kraft
BFBS Forces News berichtete am 13. Januar, dass die erste Produktionscharge von Rheinmetall-KF41-Lynx-Schützenpanzern (IFV) für die Ukraine voraussichtlich in naher Zukunft ausgeliefert wird.
Die Finanzierung der Fahrzeuge übernimmt die deutsche Bundesregierung.
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Rheinmetall wird die kettengetriebene Schützenpanzer-Variante des Lynx liefern und nicht andere modulare Konfigurationen, die auf der Plattform angeboten werden. Die Fahrzeuge werden speziell auf die operativen Anforderungen der Ukraine zugeschnitten.
Die KF41 sollen mit Rheinmetalls zweisitzigem Lance-Turm ausgestattet werden, teilte das Unternehmen mit; weitere Bestellungen werden bereits erwartet. Rheinmetall hat zudem Pläne skizziert, die Produktion im Rahmen einer längerfristigen industriellen Zusammenarbeit in der Ukraine zu lokalisieren.
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Warum er zu einem Gamechanger werden kann
Ein großer Vorteil des KF41 Lynx ist laut Wes O’Donnel, einem Blogger für Militärtechnologie und -taktik sowie ehemaligen Soldaten der US-Armee, sein modularer Aufbau.
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Dank dieser Modularität kann der KF41 Lynx innerhalb weniger Stunden für unterschiedliche operative Anforderungen umkonfiguriert werden.
Da sich die Lage auf dem Gefechtsfeld ständig verändert, könnte dies für die ukrainische Infanterie von entscheidender Bedeutung sein – sowohl bei der Abwehr russischer Angriffe als auch bei der Durchführung von Gegenoffensiven.
Laut Defense News ist der KF41 Lynx das Rheinmetall-Fahrzeug, das mit anderen bekannten Schützenpanzern wie dem amerikanischen Bradley und dem schwedischen CV90 konkurrieren soll.
Ihm werden im Vergleich zu älteren Schützenpanzerentwürfen ein höheres Schutzniveau, größere Feuerkraft und bessere Mobilität zugeschrieben.
Zudem soll der KF41 Lynx über eine verbesserte Überlebensfähigkeit gegenüber Minen und Artillerie verfügen. Die russische Armee hat Artilleriefeuer im Krieg gegen die Ukraine als integralen Bestandteil ihrer Strategie eingesetzt.
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Fokus auf Fähigkeiten
United24Media berichtete, dass die Ukraine bereits mindestens ein Lynx-Fahrzeug getestet hat; positive Rückmeldungen hätten dabei den Weg für den Produktionsauftrag geebnet.
Die Plattform legt einen starken Schwerpunkt auf digitale Integration und nutzt das, was Rheinmetall als „digitales Rückgrat“ bezeichnet, um eine Anbindung an Gefechtsfeld- und Führungssysteme zu ermöglichen.
Der KF41 Lynx ist bereits bei mehreren Ländern im Einsatz oder bestellt, darunter Ungarn und Italien, während weitere Staaten Interesse bekundet haben. Für die Ukraine stellt die Einführung des Lynx einen weiteren Schritt hin zum Wiederaufbau mechanisierter Kräfte auf Basis westlich konzipierter, vernetzter gepanzerter Fahrzeuge dar.
Quellen: BFBS Forces News, Blog von Wes O’Donnel, Defense News, United24Media
