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Ehemaliger russischer Ministerpräsident wirft den USA täuschung vor

Dmitrij Medvedev
Max kolomychenko / Shutterstock.com

Ein hochrangiger russischer Vertreter hat Washington beschuldigt, militärische Absichten hinter den Atomverhandlungen mit dem Iran zu verbergen.

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Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und enger Verbündeter von Präsident Wladimir Putin, erklärte, die US-Diplomatie sei lediglich ein Vorwand für Gewalt.

Seine Äußerungen erfolgten, nachdem Präsident Donald Trump den Beginn dessen angekündigt hatte, was er als „umfangreiche Kampfeinsätze“ im Iran bezeichnete, berichtet 02.pl.

Eskalation in der Region

Die Vereinigten Staaten und Israel führten koordinierte Raketen- und Luftangriffe auf militärische Einrichtungen in Teheran und andere strategische Standorte durch, wie aus von Al Jazeera zitierten Berichten hervorgeht.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten mit Angriffen auf israelisches und bahrainisches Gebiet reagiert. Zu den gemeldeten Zielen gehörten Einheiten mit Verbindung zur 5. US-Flotte in der Region, während eine Rakete über Katar abgefangen wurde.

Medien berichteten zudem über Explosionen in Abu Dhabi, woraufhin einige Golfstaaten Teile ihres Luftraums vorübergehend schlossen.

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Reaktion Moskaus

In einer Reaktion auf Telegram kritisierte Medwedew die amerikanische Operation und stellte die Aufrichtigkeit der Diplomatie Washingtons infrage.

„Der Friedensstifter hat erneut sein wahres Gesicht gezeigt“, schrieb er.

Er fügte hinzu: „Alle Verhandlungen mit dem Iran sind ein Täuschungsmanöver. Daran hat niemand gezweifelt. Niemand wollte wirklich irgendeine Einigung erzielen“, und warf den Vereinigten Staaten vor, die Atomgespräche als Fassade für militärisches Handeln zu nutzen.

Laut Al Jazeera stellen russische Vertreter die Eskalation als Beleg dafür dar, dass Washington nie die Absicht gehabt habe, einen Kompromiss zu erreichen.

Umstrittene Darstellungen

Die Vereinigten Staaten fordern, dass der Iran die Urananreicherung unter internationaler Aufsicht einstellt, während Teheran darauf beharrt, dass die Entwicklung von Nukleartechnologie auf eigenem Boden ein souveränes Recht sei.

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Beobachter weisen darauf hin, dass in russischen Staatsmedien und offiziellen Kanälen verbreitete Darstellungen Fehlinformationen enthalten könnten, was einen andauernden Informationskonflikt rund um die Auseinandersetzung widerspiegelt.

Quellen: 02.pl, Al Jazeera