Die Verteidigung einer Nation vor kontinuierlichen Luftangriffen erfordert eine massive und konstante Versorgung mit fortschrittlicher Bewaffnung.
Wenn ausländische Verbündete die Fabriken kontrollieren, kann sich ein im Krieg befindliches Land in einem nervenaufreibenden Wartespiel um lebenswichtige Ausrüstung wiederfinden. Laut Digi24.ro, versucht ein Staatschef nun eine neue Strategie, um die Kontrolle über seinen eigenen Luftraum zu erlangen.
Eine kühne Forderung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unternimmt einen weiteren großen Vorstoß, um die Zukunft der Luftverteidigung seines Landes zu sichern. Während des G7-Gipfels in Frankreich wandte er sich direkt an US-Präsident Donald Trump mit einem wichtigen Vorschlag.
Er wünscht sich eine Lizenz, die es der Ukraine ermöglichen würde, amerikanische Patriot-Flugabwehrsysteme und Abfangraketen direkt im eigenen Land zu bauen. Es ist ein ehrgeiziger Plan. Der Bau vor Ort könnte ihre Lieferprobleme dauerhaft lösen.
Selenskyj teilte die Nachricht am Dienstag über eine per WhatsApp an eine Gruppe von Journalisten, die den Gipfel begleiteten, gesendete Audionachricht mit. Die Nachrichtenagentur EFE berichtete über Agerpres die Details seines Vorschlags.
„Ich habe dies mit Präsident Trump besprochen, und unsere Teams werden daran arbeiten, dass wir, so Gott will, dieses Mal eine Lizenz zur Herstellung von ballistischen Raketenabwehrsystemen und Raketen erhalten“, sagte Selenskyj. Er hatte diese Produktionslizenz bereits zuvor beantragt, erhielt jedoch nicht die gewünschte Antwort.
Die Warteschlange überspringen
Im Moment besteht das unmittelbare Ziel für Kiew darin, die unerbittlichen russischen Raketen- und Drohnenangriffe zu überleben. Um Städte zu schützen, benötigt das Militär dringend weitere Patriot-Batterien und fortschrittliche PAC-3-Abfangraketen.
Doch die Beschaffung dieser Systeme ist unglaublich teuer, und die globale Warteliste ist lang. Digi24.ro berichtete, dass, obwohl einige Nationen zugunsten der Ukraine zurückgetreten seien, die Beschaffung der finanziellen Mittel weiterhin eine große Hürde darstelle.
Geld ist das eigentliche Problem. Selenskyj sprach dieses Problem vor zwei Wochen offen an. Er erklärte, dass globale Verteidigungsverträge eine sofortige Finanzierung erforderten, wenn ein Land schnell an hochmoderne Waffen gelangen wolle.
„Man kann die Warteschlange überspringen, wenn der Vertrag bezahlt wird. Wir müssen also alles tun, um ihn zu bezahlen. Andernfalls werden die Systeme und Raketen erst im Jahr 2030 eintreffen“, erklärte Selenskyj. Ohne eine Einigung könnte die Wartezeit Jahre dauern.
Quellen: Digi24.ro, EFE, Agerpres