Laut Daily Mail befindet sich der ukrainische Geschäftsmann Wadym Jermolajew nach dem Bombenanschlag in Monaco weiterhin im Krankenhaus, während seine Ehefrau Berichte zurückgewiesen hat, wonach sie zu den Opfern gehört habe. Die Ermittler prüfen mögliche Verbindungen zwischen dem Anschlag und mutmaßlichen grenzüberschreitenden Betrugsfällen.
Die Ehefrau des ukrainischen Geschäftsmanns Wadym Jermolajew hat Berichte zurückgewiesen, wonach sie zu den Schwerverletzten des Bombenanschlags in Monaco gehört habe, bei dem der Oligarch lebensgefährlich verletzt wurde.
Laut Daily Mail erklärte Anna Jermolajewa, sie habe sich zum Zeitpunkt der Explosion an einem anderen Ort aufgehalten und arbeite nun mit den Ermittlern zusammen, während die Behörden sowohl den Anschlag als auch den mutmaßlichen kriminellen Hintergrund des Falls untersuchen.
Ehefrau weist Berichte zurück
Gegenüber dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Sender Suspilne, zitiert von der Daily Mail, sagte Anna Jermolajewa:
„Wir befinden uns derzeit in einem Zustand großer Belastung und arbeiten aktiv mit den Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden zusammen.“
Erste Berichte hatten sie als eines der Opfer bezeichnet. Ukrainische Medien berichteten später jedoch, dass eine andere Frau bei der Explosion lebensgefährlich verletzt wurde, während ihr 13-jähriger Sohn ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Französische Behörden teilten mit, dass sich die Frau weiterhin in kritischem Zustand befinde.
Nach Angaben der Behörden in Monaco ereignete sich die Explosion am Montag gegen 21 Uhr, als die Betroffenen ihr Wohngebäude betraten. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Familie gezielt angegriffen wurde.
Betrugsvorwürfe
Die Daily Mail berichtet unter Berufung auf ukrainische Strafverfolgungsbehörden, dass französische Ermittler prüfen, ob der Anschlag mit einem mutmaßlichen Callcenter-Betrugsnetzwerk im Umfang von 100 Millionen Euro zusammenhängt, das zwischen 2019 und 2022 von der Ukraine aus operiert haben soll.
Dem Bericht zufolge untersuchen die Ermittler Vorwürfe, wonach betrügerische Anlageprogramme Opfer in mehreren europäischen Ländern ins Visier genommen hätten. Die ebenfalls von der Zeitung zitierte Ukrajinska Prawda berichtete, der Anschlag könnte mit Auseinandersetzungen im Umfeld der organisierten Kriminalität zusammenhängen. Diese Behauptungen wurden bislang nicht unabhängig bestätigt.
Jermolajew und seine Familie weisen sämtliche Vorwürfe zurück.
Ermittlungen dauern an
Die Staatsanwaltschaft in Monaco behandelt die Explosion als versuchten Mord und nicht als Terroranschlag. Die Behörden fahnden nach einem Verdächtigen, der auf Überwachungsvideos dabei zu sehen sein soll, wie er ein Paket in der Nähe des Wohngebäudes ablegte und anschließend in Richtung Frankreich floh.
Die Daily Mail berichtet außerdem, dass gegen Jermolajew seit 2023 ukrainische Sanktionen wegen geschäftlicher Aktivitäten auf der russisch besetzten Krim verhängt wurden. Der Geschäftsmann wurde zudem in Medienberichten mit Ermittlungen im Zusammenhang mit Finanzinstituten in Verbindung gebracht, weist jedoch jedes Fehlverhalten zurück.
Fürst Albert II. verurteilte den Bombenanschlag als „abscheuliche Tat“ und versprach, dass Monaco seinen Kampf gegen Gewaltkriminalität fortsetzen werde.
Quellen: Daily Mail, Suspilne, Ukrajinska Prawda