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„Es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen“: Netanjahus größte Rivalen verbünden sich vor den Wahlen im Oktober

„Es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen“: Netanjahus größte Rivalen verbünden sich vor den Wahlen im Oktober
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Die beiden politischen Veteranen haben diese Strategie bereits zuvor versucht, und es gelang ihnen tatsächlich, Netanjahu für 18 Monate abzuwählen.

Zwei israelische politische Veteranen haben sich erneut zusammengetan und bereiten damit den Boden für einen Wahlkampf mit hohen Einsätzen.

Die ehemaligen Premierminister Naftali Bennett und Yair Lapid haben laut Reuters angekündigt, ihre Parteien zu fusionieren, um Benjamin Netanjahu von der Macht zu verdrängen.

Das neue Bündnis zielt darauf ab, die Unterstützung der Opposition gegen den langjährigen Staatschef zu konsolidieren.

Lapid erklärte bei einem gemeinsamen Auftritt: „Wir stehen hier zusammen für unsere Kinder. Der Staat Israel muss die Richtung ändern.“

Bennett bestätigte, dass die vereinte Partei Together heißen und er sie anführen werde. „Nach 30 Jahren ist es Zeit, sich von Netanjahu zu trennen und ein neues Kapitel für Israel aufzuschlagen“, sagte er.

Bereits gescheitert

Die beiden hatten bereits zuvor zusammengearbeitet, insbesondere im Jahr 2021, als sie eine Koalition bildeten, die Netanjahus 12-jährige Amtszeit beendete.

Diese Regierung, der erstmals eine arabische Partei angehörte, hielt aufgrund interner Spaltungen nur 18 Monate.

Netanjahu kehrte 2022 an die Macht zurück und führte eine stark rechtsgerichtete Koalition an. Die Folgen des Hamas-Angriffs von 2023 haben jedoch seine Position geschwächt; Umfragen deuten auf ein schwindendes öffentliches Vertrauen hin.

Parallelen zu Ungarn

Anfang April wurde Ungarns Premierminister Viktor Orbán, der 16 Jahre im Amt war, nach einer deutlichen Wahlniederlage abgewählt.

Der Sieger, Péter Magyar, verfolgte eine Strategie zur Vereinigung der verschiedenen Oppositionsparteien, da das ungarische Wahlsystem größere Parteien begünstigt.

Magyar gelang es beispielsweise, die Unterstützung der ungarischen Linken zu gewinnen, die zuvor sehr fragmentiert war, was es jeder einzelnen linken Partei erschwerte, echten Einfluss zu erlangen.

Wahlkampf spitzt sich zu

Jüngste Umfragen, die von Reuters zitiert werden, zeigen, dass Bennett an Boden gewinnt, während Lapids Unterstützung gesunken ist. Dennoch deuten Prognosen darauf hin, dass ihr vereinter Block Netanjahus Koalition übertreffen könnte, wenn sich kleinere Parteien ihnen anschließen.

Wichtige Wahlkampfthemen sind Ausnahmen vom Militärdienst für ultraorthodoxe Gemeinschaften und umfassendere Sicherheitsbedenken. Sowohl Bennett als auch Lapid haben Netanjahus Umgang mit regionalen Bedrohungen durch den Iran, die Hisbollah und die Hamas kritisiert.

Da die Wahl bis Oktober erwartet wird, bleibt das Rennen nach Ansicht von Analysten offen, und Netanjahus politische Widerstandsfähigkeit könnte sich immer noch als entscheidend erweisen.

Quellen: Reuters, CNN, AP News, Euronews