Startseite Nachrichten Ex-Trump-Verbündete erhebt brisanten Vorwurf zu Atomwaffen und Iran

Ex-Trump-Verbündete erhebt brisanten Vorwurf zu Atomwaffen und Iran

Donald Trump
IMAGO / ITAR-TASS

Trump wird vorgeworfen, einen Schritt zu diskutieren, der den Iran-Krieg dramatisch eskalieren könnte.

Neue Fragen zur Richtung des Konflikts der Vereinigten Staaten mit Iran sind aufgetaucht, nachdem die ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene eine außerordentliche Behauptung über Gespräche innerhalb der Trump-Regierung aufgestellt hat.

Greene behauptet, Präsident Donald Trump und hochrangige Beamte hätten während privater Strategiebesprechungen den möglichen Einsatz von Atomwaffen gegen Iran erwogen. In dem zur Verfügung gestellten Material waren keine Beweise zur Stützung ihrer Darstellung enthalten, und das Weiße Haus sei um eine Stellungnahme zu dem Vorwurf gebeten worden.

Ihr Eingreifen erhält eine zusätzliche politische Dimension, da Greene jahrelang eine der prominentesten Unterstützerinnen Trumps war, bevor sie mit ihm brach und schließlich ihren Kongresssitz in Georgia aufgab.

Am Sonntag schrieb Greene auf X, dass die Diskussionen innerhalb der Regierung deutlich weiter gegangen seien, als die öffentliche Debatte um den Krieg vermuten lasse.

Laut Greene diskutierten Trump und hochrangige Berater „in Strategiebesprechungen den Einsatz von Atomwaffen gegen Iran.“

Greene präsentierte die Behauptung als Information, die sie persönlich wisse, und nicht als Schlussfolgerung, die sie aus öffentlichen Berichten gezogen habe.

„Ja, Sie haben richtig gelesen. Es ist real. Ich spekuliere nicht, ich weiß es. Und es ist das reine Böse“, schrieb Greene.

Eine Bestätigung der Regierung wurde neben ihrem Vorwurf nicht zitiert.

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Erinnert an Hiroshima und Nagasaki

Greene nutzte einen Großteil ihrer ausführlichen Erklärung, um sich gegen eine Senkung der Schwelle für einen Atomkrieg auszusprechen.

Ihr Beitrag verwies auf die amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 und die enorme Zahl ziviler Todesopfer, die darauf folgten. Greene betonte auch die längerfristigen Folgen der Strahlenbelastung, darunter Krankheiten, Krebs und Geburtsfehler.

„Ganz zu schweigen von der Zerstörung aller ihrer wirtschaftlichen Mittel. Und das Leid war so groß, dass die gesamte Menschheit schwor: ‚Nie wieder‘“, schrieb Greene.

Ihre Kritik ging über die angeblichen Atomdiskussionen hinaus und umfasste die breitere Begründung für amerikanische Militäraktionen gegen Iran.

Greene argumentierte, dass frühere Geheimdienstbewertungen nicht festgestellt hätten, dass Teheran kurz vor der Produktion einer Atomwaffe stehe. Sie beschuldigte Israel auch, die Entscheidung beeinflusst zu haben, die Washington in den Konflikt führte, und machte nachfolgende Militäraktionen für die weitere Destabilisierung der Region verantwortlich.

Ehemalige Trump-Loyalistin wird zur Kritikerin

Greenes Anschuldigungen sind besonders bemerkenswert angesichts ihrer früheren politischen Beziehung zu Trump.

Jahrelang zählte die ehemalige Abgeordnete aus Georgia zu seinen offensten Verbündeten im Kongress. Ihre Beziehung verschlechterte sich später, und Greene ist seitdem zunehmend bereit, den Präsidenten und seine Regierung öffentlich herauszufordern.

Ihre jüngste Erklärung beschuldigte Washington selbst, eine Senkung der Schwelle für den Atomwaffeneinsatz zu erwägen, während Trump die Kampagne gegen Iran wiederholt als erfolgreich dargestellt habe.

Greene behauptete schließlich, die Vereinigten Staaten seien „diejenigen, die tatsächlich die Senkung der atomaren Schwelle diskutierten, um Atomwaffen gegen Iran einzusetzen.“

Das zur Verfügung gestellte Material enthält keine Stellungnahme der Regierung, die bestätigt oder dementiert, dass Atomwaffen in den Strategiebesprechungen eine Rolle gespielt hätten.