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Experten warnen: Die baltischen Staaten spüren den Druck Russlands weit entfernt von den Frontlinien

Baltic States
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Sicherheitsexperten sagen, dass Länder, die an Russland grenzen, seit Beginn des Krieges in der Ukraine einem zunehmenden Druck durch Cyberangriffe und gegen die Infrastruktur gerichtete Maßnahmen ausgesetzt sind.

Der Krieg in der Ukraine wird nicht nur auf dem Schlachtfeld geführt.

Nach Angaben von Experten sind mehrere an Russland grenzende Länder einem zunehmenden Druck durch Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und Störungen kritischer Infrastruktur ausgesetzt.

Insbesondere Estland, Lettland und Litauen sind von Aktivitäten betroffen, die Sicherheitsexperten als Teil der russischen Hybridstrategie beschreiben.

Unter anderem haben die Behörden mehrere Fälle von GPS-Störungen gemeldet, die den Flugverkehr sowie Navigationssysteme in der Ostseeregion beeinträchtigt haben.

Estnische Sicherheitsquellen sind der Ansicht, dass solche Maßnahmen seit der russischen Invasion der Ukraine im Jahr 2022 deutlich sichtbarer geworden sind, berichtet Onet.

Der verwundbare Punkt der NATO

Gleichzeitig richten Militäranalysten ihre Aufmerksamkeit auf den Suwałki-Korridor zwischen Polen und Litauen.

Verteidigungsplaner betrachten die Grenzregion zwischen Polen und Litauen als strategisch wichtig, da sie die wichtigste Landverbindung zwischen den baltischen NATO-Verbündeten und den übrigen Mitgliedstaaten des Bündnisses darstellt, berichtet Onet.

Der Militäranalyst Franz-Stefan Gady erklärte, dass Russland theoretisch keine konventionelle Invasion durchführen müsste, um in der Region Probleme zu verursachen.

„Eine physische Invasion wäre nicht einmal notwendig, um die baltischen Staaten abzuschneiden, denn russische Truppen müssten die Suwałki-Lücke nicht einmal besetzen. Ferngesteuerte Minen, Drohnen und Raketenartillerie würden ausreichen, um die Feuerkontrolle über die Region zu erlangen“, sagte er.

Historische Interessen

Der Historiker Jan Behrends erklärte, dass die baltischen Staaten weiterhin eine besondere Rolle in der russischen Sicherheitspolitik spielen. Estland, Lettland und Litauen waren bis 1991 Teil der Sowjetunion.

Darüber hinaus argumentiert er, dass die NATO-Mitgliedschaft Schwedens und Finnlands es Russland erschwert habe, größeren Einfluss in der Ostseeregion zu gewinnen, berichtet Onet.

Wir haben zuvor auch über Finnlands Rolle in der NATO berichtet, nachdem das Land im Jahr 2023 Mitglied geworden war. Seitdem hat Finnland seine Zusammenarbeit mit dem Bündnis verstärkt. Derzeit findet eine der NATO-Militärübungen in Finnland statt, an der zahlreiche Länder teilnehmen.

Quelle: Onet