Die Beschwerde von England-Manager Thomas Tuchel hat die FIFA dazu veranlasst, die Regeln erneut zu ändern.
Nationalhymnen sind normalerweise ein Moment, in dem sich Spieler, Trainer und Fans ganz auf das bevorstehende Spiel konzentrieren. Für England-Manager Thomas Tuchel verwandelte jedoch ein Meer von Fotografen diese Tradition in eine unerwartete Quelle der Irritation.
Tage nachdem er die Vorkehrungen rund um Englands Weltcup-Sieg über Kroatien öffentlich kritisiert hatte, reagierte die FIFA mit einer Regelanpassung, die darauf abzielt, ähnliche Situationen bei zukünftigen Spielen zu verhindern.
FIFA reagiert auf Beschwerden
England eröffnete seine Weltcup-Kampagne mit einem 4:2-Sieg über Kroatien in Dallas, angetrieben von zwei Toren von Harry Kane und weiteren Treffern von Jude Bellingham und Marcus Rashford.
Trotz des positiven Ergebnisses verließ Tuchel das Stadion frustriert über das, was vor dem Anpfiff geschah.
Während der Nationalhymne versammelten sich Englands Spieler nahe dem Mittelkreis, während sich Fotografen um den technischen Bereich drängten, sodass der Trainer seine Mannschaft nicht richtig sehen konnte.
Nach Rückmeldungen aus mehreren Quellen, darunter vom England-Trainer, hat die FIFA nun einen Kompromiss eingeführt, der die Positionierung des Trainerstabs während der Hymnenzeremonien ändert.
Trainer müssen nicht länger direkt vor ihren Trainerbänken bleiben und dürfen sich stattdessen auf beiden Seiten der Fotografen positionieren. Fotografen werden weiterhin ausgewiesene Bereiche haben, könnten aber weiter von den Bänken entfernt und näher an die Mittellinie gerückt werden.
Tuchels Frustration wird deutlich
Nach dem Sieg appellierte Tuchel offen an die FIFA, die Vorkehrungen zu überprüfen.
„Ich muss Ihnen etwas sagen. Ich flehe die FIFA an, die Position der Fotografen bei der Nationalhymne zu ändern, denn ich konnte mein Team nicht sehen“, sagte er laut Ladbible.
Berichten zufolge fand das Problem bei mehreren am Turnier beteiligten Personen Anklang und trug dazu bei, die FIFA zu einer schnellen Anpassung zu bewegen.
Tuchel erklärte, die Vorbereitungszeremonie sei ein bedeutungsvoller Anlass für ihn gewesen, insbesondere da England eine neue Weltcup-Reise begann.
„Es war ein ganz besonderer Moment, und ich stand vor einer Wand aus 50 Fotografen und konnte keinen einzigen Spieler sehen. Es hat meine Erfahrung ein wenig ruiniert.“
Weitere Gespräche weiterhin möglich
Obwohl die FIFA ihre Verfahren bereits geändert hat, werden Berichten zufolge weitere Gespräche zwischen den Fußballverbänden und den Turnierorganisatoren erwartet.
Englands Fußballverband soll an weiteren Gesprächen interessiert sein, wie die Hymnenzeremonien während des gesamten Wettbewerbs gehandhabt werden.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun wieder auf das Geschehen auf dem Spielfeld, wobei sich England auf sein nächstes Gruppen-L-Spiel gegen Ghana in Boston vorbereitet. Bleiben die überarbeiteten Vorkehrungen bestehen, sollte Tuchel eine wesentlich klarere Sicht auf seine Spieler haben, wenn die Nationalhymne beginnt.