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Gasversorgung unterbrochen nach tödlichen Angriffen auf ukrainische Infrastruktur

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Neue nächtliche Angriffe zwischen Russland und der Ukraine haben die Energieinfrastruktur erneut in den Mittelpunkt des Konflikts gerückt, wobei Todesopfer in der Ukraine gemeldet und ein großer Industriebrand in Russland ausgebrochen sind.

Beamte beider Seiten erklärten, Drohnen und Raketen hätten strategische Einrichtungen der Brennstoff- und Energieproduktion angegriffen, berichtet DR News.

Zivile Auswirkungen

Mindestens fünf Menschen wurden nach Angaben ukrainischer Behörden und von Reuters bei russischen Angriffen auf die ukrainischen Regionen Poltawa und Charkiw getötet.

Die Angriffe zielten Berichten zufolge auf die Gasproduktionsinfrastruktur und verursachten erhebliche Störungen der lokalen Energieversorgung.

Der Chef von Naftogaz, Serhij Korezkyj, sagte, die Angriffe hätten Einrichtungen der Gasverteilung beschädigt, während regionale Behörden weitreichende Dienstunterbrechungen meldeten.

Nach Angaben des Regionalgouverneurs von Poltawa, Witalij Diakiwnytch, verloren fast 3.500 Kunden infolge der Angriffe den Zugang zur Gasversorgung.

Schäden weiten sich aus

Zusätzlich zu den Todesopfern wurden Berichten zufolge mindestens 37 Menschen bei dem nächtlichen Angriff verletzt.

Auch die Eisenbahninfrastruktur der Ukraine wurde bei den Angriffen beschädigt, was die durch die Attacken auf Energienetze verursachten Störungen noch verstärkte.

Der jüngste Beschuss folgt auf monatelange wiederholte russische Angriffe auf die Strom- und Gassektoren der Ukraine, insbesondere in den Wintermonaten, als die zivile Infrastruktur anhaltendem Druck ausgesetzt war.

Laut dänischen Analysten, die von DR News zitiert werden, haben sowohl die Ukraine als auch Russland in den letzten Monaten ihre Angriffe verstärkt auf die Öl- und Gasindustrien des jeweils anderen konzentriert.

Brand in Russland

Auch Russland meldete über Nacht Schäden, nachdem Beamte einen ukrainischen Drohnenangriff in der Region Leningrad beschrieben hatten.

In einem Industriegebiet der Stadt Kirischi, wo sich eine der größten Ölraffinerien Russlands befindet, brach ein Brand aus.

„Das Hauptziel des Feindes war die Ölraffinerie“, sagte Regionalgouverneur Alexander Drosdenko laut Reuters.

Russische Behörden erklärten, es seien keine Verletzten gemeldet worden und der Brand sei bis zum Morgen weitgehend unter Kontrolle gebracht worden.

Drohnenbeschuss

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass Luftabwehrsysteme über Nacht 289 ukrainische Drohnen über mehreren russischen Regionen abgefangen hätten.

Das Ministerium machte keine Angaben zum vollen Ausmaß der Angriffe oder zu möglichen Infrastrukturschäden über den Brand in Kirischi hinaus.

Es blieb auch unklar, wie viele russische Drohnen oder Raketen die Ukraine im selben Zeitraum abgefangen hat.

Quellen: DR News, Reuters, Naftogaz, regionale Behörden in der Ukraine und Russland