Die ehemalige US-Justizministerin Pam Bondi wurde von einem Kongressausschuss zu ihrem Umgang mit dem Fall Jeffrey Epstein befragt, während die Forderungen nach mehr Transparenz anhalten.
Pam Bondi, die während Donald Trumps zweiter Amtszeit als Justizministerin tätig war, ist von einem Kongressausschuss zu ihrem Umgang mit dem Fall Jeffrey Epstein befragt worden.
Die nicht öffentliche Anhörung findet vor dem Hintergrund anhaltender Kritik an der Transparenz und der Veröffentlichung von Dokumenten statt, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter in Verbindung stehen.
Untersuchung im Kongress
Laut Digi24 unter Berufung auf AFP und Agerpres erschien Bondi am Freitag vor einem Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses.
Die ehemalige Justizministerin wurde hinter verschlossenen Türen zu Entscheidungen befragt, die während ihrer Amtszeit im Zusammenhang mit dem Epstein-Fall getroffen wurden.
Demokratische Abgeordnete und mehrere Opfer Epsteins hatten stattdessen eine öffentliche Anhörung gefordert.
Der Fall zieht in den Vereinigten Staaten weiterhin erhebliche politische und öffentliche Aufmerksamkeit auf sich.
Forderungen nach Transparenz
„Genug der Lügen, genug der Vertuschungen. Es ist Zeit, dass Pam Bondi unsere Fragen beantwortet“, schrieb der demokratische Kongressabgeordnete Robert Garcia vor der Anhörung in den sozialen Medien.
Laut Digi24 kritisierte Garcia später die Entscheidung, die Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, und argumentierte, die Öffentlichkeit solle Bondis Aussage hören können.
Ein Transkript der Sitzung soll zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.
Der republikanische Ausschussvorsitzende James Comer verteidigte das geschlossene Format und erklärte, Bondi habe rasch mit den Ermittlern kooperiert.
Die Epstein-Kontroverse
Bondi wurde eng mit der Epstein-Kontroverse in Verbindung gebracht, nachdem sie 2025 erklärt hatte, eine Liste mutmaßlicher Kunden des Finanziers warte auf die Freigabe zur Veröffentlichung.
Das US-Justizministerium und das FBI erklärten jedoch später, dass eine solche Liste nicht existiere.
Laut Digi24 erklärten beide Behörden, sie hätten bereits alle Dokumente veröffentlicht, zu deren Offenlegung sie gesetzlich verpflichtet gewesen seien.
Das Thema blieb während Trumps gesamter zweiter Amtszeit Gegenstand kontroverser Debatten.
Politische Folgen
Donald Trump entließ Bondi im April aus ihrem Amt.
Mehrere US-Medien berichteten, der Präsident sei frustriert über ihre Unfähigkeit gewesen, Strafverfahren gegen politische Gegner durchzusetzen.
Gleichzeitig versammelten sich Epsteins Opfer vor dem Anhörungssaal und forderten, dass Bondi öffentlich und unter Eid aussagen solle.
Die Debatte über Transparenz im Epstein-Fall sorgt weiterhin für politische Spannungen in Washington.
Quellen: Digi24, AFP, Agerpres