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Ghana bestätigt, dass 55 staatsbürger beim kampf für Russland in der Ukraine getötet wurden

Ghana Soldier
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Ghanas Außenminister hat bestätigt, dass Dutzende ghanaischer Staatsangehöriger gestorben sind, während sie auf der Seite Russlands im Krieg in der Ukraine kämpften.

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Samuel Okudzeto Ablakwa erklärte, dass 55 Staatsbürger getötet wurden, nachdem sie an die Front entsandt worden waren, und lenkte damit die Aufmerksamkeit auf die wachsende Beteiligung ausländischer Kämpfer an dem Konflikt.

Die Ankündigung folgte auf seinen jüngsten Besuch in Kyjiw, wo das Thema mit ukrainischen Vertretern erörtert wurde, berichtet 02.pl

Entsendung und Opferzahlen

Nach Angaben von Ablakwa wurden seit Beginn des Krieges 272 Ghanaer entsandt, um an der Seite russischer Streitkräfte zu kämpfen.

Mindestens 55 von ihnen sind ums Leben gekommen – eine Zahl, die in Ghana Debatten und Besorgnis ausgelöst hat.

Der Minister bezeichnete die Angelegenheit als zentrales Thema der Gespräche in der Ukraine, bei denen auch das Schicksal zweier ghanaischer Staatsangehöriger erörtert wurde, die sich derzeit als Kriegsgefangene in Haft befinden.

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Diplomatisches Gleichgewicht

Trotz der Präsenz ghanaischer Kämpfer auf russischer Seite hat sich Accra in internationalen Foren politisch nicht mit Moskau verbündet.

Bei Abstimmungen in den Vereinten Nationen unterstützte Ghana Resolutionen zugunsten der Ukraine und mit der Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand, was Beobachter als Teil eines breiteren Trends unter einigen afrikanischen Staaten werten, die auf Distanz zum Kreml gehen wollen.

Die Beziehungen zwischen Ghana und Russland wurden zudem durch einen Sexskandal um einen russischen Staatsbürger belastet, der offizielle Proteste aus Accra auslöste und die diplomatischen Spannungen verschärfte.

Ausbau der Beziehungen zu Kyjiw

Gleichzeitig arbeitet Ghana daran, die Zusammenarbeit mit der Ukraine über diplomatische Kontakte hinaus zu vertiefen.

Die Behörden in Accra erwägen den Kauf ukrainischer Drohnen zur Verbesserung der Grenzüberwachung – ein Schritt, der angesichts regionaler Sicherheitsbedenken sowie der Beziehungen Ghanas zu den Nachbarländern Burkina Faso und Togo als strategisch bedeutsam gilt.

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Während seines Besuchs traf Ablakwa Präsident Wolodymyr Selenskyj und sprach sich für einen humanitären Umgang mit den beiden inhaftierten Ghanaern aus. Nach Angaben ghanaischer Vertreter hat ihre Freilassung weiterhin Priorität und ist Teil umfassenderer Bemühungen, die Beziehungen zu Kyjiw zu vertiefen.

Quellen: o2.pl