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Google zu Milliardenstrafe verurteilt wegen Zerschlagung unabhängiger Web-Konkurrenten

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Erman Gunes / Shutterstock

Die Suche nach den besten Online-Angeboten ist zu einem alltäglichen Ritual für Millionen technikaffiner Käufer geworden, die ihr Budget schonen möchten.

DR News berichtet, dass Verbraucher faire Auswahlmöglichkeiten erwarten, doch versteckte Unternehmensalgorithmen sich nicht immer an die Regeln halten.

**Rekordstrafe**

Große Technologieunternehmen sehen sich mit massiven finanziellen Konsequenzen wegen der Manipulation von Online-Suchergebnissen konfrontiert. Einem Bericht von DR News zufolge verurteilte ein schwedisches Gericht Google zur Zahlung von 14,3 Milliarden schwedischen Kronen Schadensersatz an die lokale Preissuchmaschine PriceRunner. Diese enorme Zahlung entspricht fast 10 Milliarden dänischen Kronen.

Das Patent- und Marktgericht in Schweden urteilte, dass der amerikanische Tech-Riese aktiv gegen Wettbewerbsgesetze verstoßen hat. Die Richter stellten fest, dass Google seiner eigenen Shopping-Plattform über viele Jahre hinweg systematisch einen illegalen Vorteil gegenüber unabhängigen Konkurrenten verschafft hatte. Dieser unfaire Vorteil entzog lokalen Plattformen direkt wichtigen Web-Traffic und Einnahmen.

Die vorsitzende Richterin betonte in einer offiziellen Erklärung das einzigartige Ausmaß der Entscheidung. Laut Ritzau stellte Richterin Linda Kullberg fest, dass das Ergebnis für die Region von großer Bedeutung sei.

„In vielerlei Hinsicht ist es ein komplexer und umfangreicher Fall, und die Entschädigung ist, auch wenn Pricerunner mit seiner Klage nicht vollständig erfolgreich war, zweifellos die größte, die in einem schwedischen Wettbewerbsfall zugesprochen wurde“, sagte Kullberg.

**Massive finanzielle Diskrepanz**

Der erbitterte Rechtsstreit zwischen den beiden Digitalunternehmen drehte sich um wahrhaft schwindelerregende Geldsummen. PriceRunner, das derzeit der schwedischen Digitalbank Klarna gehört, hatte ursprünglich eine wesentlich höhere Zahlung von dem Unternehmen aus dem Silicon Valley gefordert.

Das Unternehmen forderte insgesamt massive 77 Milliarden schwedische Kronen Schadensersatz. Diese ursprüngliche Forderung entspricht etwa 52 Milliarden dänischen Kronen. Das Gericht wies die überwiegende Mehrheit dieser Forderung letztendlich zurück und reduzierte die Auszahlung drastisch.

Google nimmt die historische Niederlage nicht tatenlos hin. Der Suchmaschinenriese weist die rechtlichen Feststellungen des Gerichts entschieden zurück und plant bereits seine nächsten Schritte.

In einem Kommentar gegenüber Reuters machte das Unternehmen seine Haltung deutlich. Man werde nun rechtliche Möglichkeiten prüfen.

Quellen: DR News, Ritzau, Reuters