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Höhere Benzinpreise können Ursache für ein weiteres Finanzproblem sein, legt neuer Bericht nahe

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Die Benzinpreise sind nicht die größte Sorge, behauptet ein neuer Bericht.

Der Druck auf die Haushaltsbudgets scheint sich in den Vereinigten Staaten erneut zu verstärken, wobei Ökonomen einen erneuten Inflationsanstieg erwarten, der maßgeblich durch höhere Energiekosten bedingt ist.

Neue Regierungsdaten, die diese Woche erwartet werden, sollen zeigen, dass die Verbraucherpreise im Mai beschleunigt wurden, was einen Trend fortsetzt, der für politische Entscheidungsträger und das Weiße Haus zunehmend schwer zu ignorieren ist.

Inflation erreicht voraussichtlich Dreijahreshoch

Von Reuters befragte Ökonomen erwarten, dass die jährliche Inflation im Mai auf 4,2 Prozent gestiegen ist, gegenüber 3,8 Prozent im April.

Sollte sich dies bestätigen, wäre dies das schnellste Wachstum der Verbraucherpreise seit Frühjahr 2023.

Die monatliche Inflation wird voraussichtlich ebenfalls hoch bleiben, was die Auswirkungen höherer Kraftstoffkosten nach Monaten der Instabilität im Nahen Osten widerspiegelt.

Ein starker Anstieg der Ölpreise nach Militäraktionen unter Beteiligung der Vereinigten Staaten, Israels und Irans trieb die Benzinpreise Anfang dieses Jahres erheblich in die Höhe, wobei die Durchschnittspreise im Mai 4,60 US-Dollar pro Gallone erreichten.

Gehälter verlieren an Wert

Wachsende Besorgnis unter Ökonomen konzentriert sich auf die Kluft zwischen Inflation und Lohnwachstum.

Es wird erwartet, dass die Verbraucherpreise den zweiten Monat in Folge schneller gestiegen sind als die Einkommen, was die Kaufkraft vieler Haushalte mindert.

Joseph Brusuelas, Chefökonom bei RSM, warnte, dass die Amerikaner die Auswirkungen zu spüren bekämen.

„Der Anstieg der Gesamtinflation wird das Lohnwachstum den zweiten Monat in Folge übertreffen.“

Brusuelas sagte, dieser Trend bedeute effektiv, dass Arbeitnehmer real an Kaufkraft verlören.

„Das bedeutet, dass die Amerikaner ihre Gehälter real sinken sehen.“

Laut Ökonomen könnte ein anhaltender Druck auf die Haushaltsfinanzen dazu führen, dass Verbraucher im Laufe des Jahres ihre Ausgaben kürzen, was zusätzliche Herausforderungen für das Wirtschaftswachstum schaffen würde.

Federal Reserve steht vor schwierigen Entscheidungen

Die jüngsten Inflationsprognosen dürften die Erwartungen stärken, dass die Federal Reserve die Zinsen auf absehbare Zeit unverändert lassen wird.

Die Finanzmärkte haben sogar begonnen, die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung in Betracht zu ziehen, falls sich der Preisdruck über den Energiesektor hinaus ausbreitet und breitere Teile der Wirtschaft zu beeinflussen beginnt.

Die Kerninflation, die Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, wird voraussichtlich ebenfalls im Mai leicht ansteigen.

James Knightley, Chef-Volkswirt für internationale Märkte bei ING, sagte, die politischen Entscheidungsträger würden genau auf Anzeichen achten, dass steigende Energiekosten in andere Sektoren durchsickerten.

„Sollte die Kerninflation Anzeichen einer Weitergabe zeigen, dass sich höhere Energiekosten auch in anderen Kategorien widerspiegeln, dann wäre das die Geschichte, die das Narrativ einer Fed-Zinserhöhung auslösen würde.“

Politische Herausforderung für Trump

Die Inflation bleibt eines der politisch heikelsten Themen für Präsident Donald Trump.

Trump kehrte ins Amt zurück, nachdem er intensiv mit Versprechen geworben hatte, die Lebenshaltungskosten zu senken und die Inflation unter Kontrolle zu bringen.

Jüngste Umfragen haben jedoch eine wachsende Unzufriedenheit mit dem Umgang der Regierung mit der Wirtschaft gezeigt, da die Haushalte weiterhin mit erhöhten Preisen zu kämpfen haben.

Trotz Inflationsbedenken ist der breitere Arbeitsmarkt relativ stabil geblieben. Das Beschäftigungswachstum übertraf im Mai erneut die Erwartungen, während die Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent stabil blieb.

Einige Ökonomen glauben, dass nachlassende Ölpreise infolge des Waffenstillstands im Nahen Osten bedeuten könnten, dass die Inflation einen vorübergehenden Höhepunkt erreicht.

Stephen Stanley, Chefökonom für die USA bei Santander U.S. Capital Markets, sagte, die jüngsten Trends böten vorsichtigen Anlass zu Optimismus.

„Es besteht eine gute Chance, dass der jährliche Anstieg der Gesamtinflation vorerst im Mai seinen Höhepunkt erreicht.“

Zukünftige Entwicklungen im Nahen Osten werden jedoch voraussichtlich ein wesentlicher Faktor bleiben, der bestimmt, wohin sich die Preise als Nächstes entwickeln.