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Hoffnung für bedrohte Gorillas: zwillinge in kriegsgeprägter region geboren

Gorillas
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Eine seltene Geburt in einem der am genauesten beobachteten Wildreservate Afrikas hat Naturschützern, die in einer von Instabilität geprägten Region arbeiten, einen Moment der Zuversicht gegeben.

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Mutter und Familie

Die Zwillinge wurden von Mafuko geboren, einem 22-jährigen Berggorilla mit einer langen Geschichte im Virunga-Nationalpark, berichtete Reuters.

Mafuko wurde in die Kabirizi-Familie hineingeboren, schloss sich jedoch einige Jahre später der Bageni-Familie an, nachdem ihre Mutter 2007 von „bewaffneten Personen“ getötet worden war, so der Park.

Insgesamt hat sie nun sieben Nachkommen zur Welt gebracht, darunter ein früheres Zwillingspaar aus dem Jahr 2016, das nur eine Woche überlebte.

Entdeckung der Zwillinge

Parkranger entdeckten die beiden männlichen Jungtiere Anfang dieses Monats bei routinemäßigen Beobachtungen.

Der Virunga-Nationalpark erklärte, die Zwillinge hätten sich „zum Zeitpunkt der Beobachtung in einem gesunden Zustand“ befunden, und bezeichnete die Geburt als „ein bedeutendes Ereignis“ für die bedrohte Berggorillapopulation.

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Zwillingsgeburten gelten bei Berggorillas als selten, was die Bedeutung der Entdeckung zusätzlich unterstreicht.

Frühe Risiken

Die Aufzucht von Zwillingen stellt Gorillas vor besondere Herausforderungen, insbesondere in den ersten Lebensmonaten.

„Die Pflege von Zwillingen kann herausfordernd sein, insbesondere in den ersten Monaten, wenn die Jungtiere vollständig auf ihre Mutter für Versorgung und Transport angewiesen sind“, teilte der Park mit.

Beamte bestätigten, dass die Neugeborenen engmaschig überwacht werden, um ihr Überleben zu unterstützen.

Eine wachsende Gruppe

Vom Pressedienst des Parks veröffentlichte Fotos zeigten Mafuko, wie sie auf dem Waldboden sitzt und beide Jungtiere hält, teilweise verdeckt von grünem Laub.

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Die Bageni-Familie zählt nun 59 Mitglieder und ist damit laut Angaben der Virunga-Behörden die größte Gorillagruppe im Park.

Parkverantwortliche erklärten, die Geburt könne sowohl die internen Dynamiken der Familie als auch die übergeordnete Naturschutzplanung beeinflussen.

Park unter Druck

Der Virunga-Nationalpark erstreckt sich über mehr als 3.000 Quadratmeilen und ist Afrikas ältester Nationalpark sowie Heimat vieler der weltweit verbliebenen Berggorillas.

Trotz seiner ökologischen Bedeutung sind große Teile des Parks von bewaffneten Konflikten betroffen; einige Gebiete stehen unter Rebellenkontrolle, und die Kämpfe tragen zur Abholzung bei, berichtete Reuters.

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Vor diesem Hintergrund sagten Parkverantwortliche, die Zwillingsgeburt stelle einen seltenen Hoffnungsschimmer für die Naturschutzbemühungen dar.

Quellen: Reuters