Startseite Nachrichten Insiderin: Wie Trump und MAGA Fox News zu einer Geisel...

Insiderin: Wie Trump und MAGA Fox News zu einer Geisel der eigenen Zuschauer machten

Fox News / Donald Trump
Primakov / Shutterstock

Die Angst, MAGA-Zuschauer zu verlieren, drängte Fox News weiter nach rechts, so eine republikanische Meinungsforscherin.

Um zu verstehen, wie sich moderne politische Narrative etablieren, muss man tief in die Echokammern der amerikanischen Medien blicken.

Kabelkanäle, Podcast-Netzwerke und politische Strategen kämpfen in einer lauten digitalen Landschaft ständig um die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Wenn die Zuschauerquoten sinken, versuchen Unternehmensmanager und ambitionierte Gesetzgeber oft, ihre Botschaften an die populäre Stimmung an der Basis anzupassen. Eine prominente GOP-Insiderin hat genau dargelegt, wie diese Dynamik konservative Medien dazu zwang, ihre redaktionellen Standards aufzugeben.

Die sich selbst erfüllende Maschine der rechten Medien

Die erfahrene Strategin Sarah Longwell erläuterte die Mechanismen hinter der rechten Nachrichtenvermittlung bei einem kürzlichen Fernsehauftritt, während sie ihr Buch „How to Eat an Elephant“ bewarb.

Als Anti-MAGA-Analystin trat sie in der CNN-Sendung „Inside Politics“ auf und nutzte zehn Jahre Fokusgruppen mit Wechselwählern, um zu erklären, wie konservative Netzwerke, Parteiwähler und gewählte Führungspersönlichkeiten eine geschlossene Rückkopplungsschleife bilden.

„Donald Trump setzt das republikanische Dreieck des Verderbens in Gang“, sagte Longwell. „Er sagt, das sei gestohlen worden. Diese rechten Medien rennen los, um die Lüge zu segnen … was bedeutet, dass die Wähler verlangen, dass andere Sender die Lüge segnen.“

Panik ergriff große Nachrichtenredaktionen, nachdem Wähler Fox News als „linkes Schundblatt“ bezeichneten, nur weil der Sender korrekt berichtete, dass Joe Biden die Präsidentschaftswahl 2020 gewonnen hatte. Aus Angst vor massiven Zuschauerabwanderungen zu Konkurrenten wie Newsmax, OANN und konservativen Podcastern passten traditionelle Sender ihre Berichterstattung schnell an, um ihre Basis zu besänftigen.

Mainstream-Gesetzgeber reihten sich schnell hinter den Medien ein. Persönlichkeiten, die von Longwell als „halb-normale Republikaner wie Kevin McCarthy“ beschrieben wurden, unterstützten nach und nach Verschwörungstheorien zur Wahllegitimität, bis das Narrativ zur „Orthodoxie der Rechten“ wurde. Dieser sich selbst verstärkende Kreislauf überzeugte letztlich fast 70 Prozent der republikanischen Wähler, dass Wahlbetrug stattgefunden hatte.

Klicken Sie hier, um externe Inhalte von iFrames except Google Ads anzuzeigen,
- Sie können Drittanbieter-Inhalte jederzeit aktivieren oder deaktivieren.
Sie stimmen zu, externe Inhalte von Drittanbietern anzuzeigen. Es ist möglich, dass personenbezogene Daten an den Anbieter der Inhalte und andere Drittanbieter-Dienste übermittelt werden.

Die Kommunikationslücke auf der Linken

Oppositionsstrategen tun sich schwer, dieses sich selbst verstärkende konservative Ökosystem mit traditionellen Medienstrategien zu bekämpfen.

Den Demokraten fehlt derzeit das „Medienverstärkungssystem“, das notwendig wäre, um rechte Echokammern herauszufordern, wodurch Parteimitglieder in einem zunehmend fragmentierten Medienumfeld übermäßig auf traditionelle Nachrichtensender angewiesen sind.

Einzelne Führungspersönlichkeiten finden jedoch alternative Wege, um das Publikum direkt zu erreichen. Erfolgsgeschichten sind unter anderem die filmischen, häufig geteilten Social-Media-Clips von Senator Jon Ossoff, die persönliche Offenheit im Influencer-Stil von Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und die fokussierte Botschaft des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani zu den täglichen Lebenshaltungskosten.

Blick in die Post-Trump-Ära

Veränderungen am politischen Horizont könnten letztlich durch Amtszeitbegrenzungen und Verschiebungen in der Wählerdemografie kommen.

Donald Trumps eventueller Abschied aus dem Amt bietet eine „generationelle Chance“ für die Demokraten, nationale Debatten neu zu definieren, vorausgesetzt, der scheidende Präsident verlässt das Amt mit niedrigen Popularitätswerten. Longwell wies darauf hin, dass ein Absinken unter die 32-Prozent-Zustimmungsmarke, die George W. Bush beim Verlassen des Amtes hatte, die GOP überhaupt erst anfällig für eine Übernahme machte.

Die Navigation in diesem sich entwickelnden Medienumfeld wird bestimmen, wie beide politischen Parteien versuchen werden, die Aufmerksamkeit der Wähler in Zukunft zu gewinnen.