Startseite Nachrichten Iran setzt Friedensgespräche mit den USA aus und droht mit...

Iran setzt Friedensgespräche mit den USA aus und droht mit Maßnahmen an wichtigen maritimen Engpässen

Iran, USA, conflict
Shutterstock.com

Iran hat die Friedensverhandlungen mit den Vereinigten Staaten ausgesetzt und mit Maßnahmen in der Straße von Hormus und der Meerenge Bab al-Mandab gedroht, sofern die israelischen Operationen im Libanon und im Gazastreifen nicht eingestellt werden.

Iran hat die Friedensverhandlungen mit den Vereinigten Staaten ausgesetzt und gewarnt, den Druck auf strategische Schifffahrtsrouten im Nahen Osten erhöhen zu können.

Die Ankündigung verknüpft jeden künftigen diplomatischen Fortschritt mit einem Ende der israelischen Militäroperationen im Libanon und im Gazastreifen.

Gespräche ausgesetzt

Laut Digi24 unter Berufung auf Tasnim und The Guardian hat Iran die indirekte Kommunikation mit den Vereinigten Staaten über Vermittler ausgesetzt.

Iranische Vertreter erklärten, die Verhandlungen würden eingefroren bleiben, solange die israelischen Militäroperationen im Libanon andauern.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender regionaler Spannungen zwischen Israel, der Hisbollah und von Iran unterstützten Gruppen.

Teheran hat wiederholt betont, dass diplomatische Fortschritte von einer umfassenderen Waffenruhe in der Region abhängen.

Bedingungen für eine Waffenruhe

Laut Digi24 bekräftigte Iran, dass jedes Abkommen mit Washington zur Beendigung des Konflikts an eine Waffenruhe im Libanon geknüpft sei.

Israelische Streitkräfte setzen ihre Operationen gegen Stellungen der Hisbollah fort, die weiterhin zu den engsten regionalen Verbündeten Teherans zählt.

Iran hat seine Position zudem mit den Entwicklungen im Gazastreifen verknüpft.

Die jüngste Erklärung signalisiert, dass Teheran nicht bereit ist, diplomatische Verhandlungen von den Ereignissen auf dem Schlachtfeld zu trennen.

Drohung gegen die Schifffahrt

Laut Digi24 unter Berufung auf Tasnim werden Iran und die sogenannte „Widerstandsfront“ versuchen, die Straße von Hormus vollständig zu blockieren.

Die Wasserstraße zählt zu den wichtigsten Routen der Welt für den globalen Ölexport und den internationalen Handel.

Iran drohte zudem damit, weitere Fronten zu „aktivieren“, darunter die Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste Jemens.

Störungen in einer dieser maritimen Verkehrsadern könnten erhebliche Folgen für den Welthandel und die Energiemärkte haben.

Regionale Verbündete

The Guardian wies darauf hin, dass mit der „Widerstandsfront“ vermutlich vom Iran unterstützte Gruppen in der gesamten Region gemeint sind.

Dazu zählen unter anderem die Huthi-Rebellen im Jemen, die große Teile des Landes kontrollieren und bereits Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer durchgeführt haben.

Die Huthis waren seit Ausbruch des umfassenderen regionalen Konflikts für zahlreiche Störungen der Schifffahrt verantwortlich.

Ihre Beteiligung würde die Sorgen um die maritime Sicherheit im Nahen Osten weiter verstärken.

Quellen: Digi24, The Guardian, Tasnim