Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Tötung des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei nach den US-Angriffen auf Iran kritisiert, während Stimmen aus Russlands nationalistischem Lager warnen, dass Moskaus Verbündete systematisch ins Visier genommen werden.
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Der Kremlchef gab nach dem Angriff eine Erklärung ab und bezeichnete die Tötung laut The Express als schweren Verstoß gegen internationale Normen.
Reaktion des Kremls
In auf der Website des Kremls veröffentlichten Äußerungen verurteilte Putin den Angriff, bei dem Khamenei getötet wurde.
Er bezeichnete die Tötung als „Mord … begangen unter zynischer Verletzung aller Normen menschlicher Moral und des Völkerrechts“.
Der russische Präsident nannte jedoch nicht direkt die Länder, die für den Angriff verantwortlich sind.
Vorsichtige Diplomatie
Trotz der scharfen Wortwahl hat der Kreml in seiner Reaktion einen relativ vorsichtigen Ton beibehalten.
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Putins Sprecher Dmitri Peskow äußerte „tiefe Enttäuschung“ darüber, dass die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran gescheitert seien.
Gleichzeitig lobte Peskow auch die Bemühungen Washingtons, bei Friedensgesprächen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zu vermitteln.
Laut Politico deutet die gemischte Botschaft darauf hin, dass der Kreml versucht, Kritik an dem Angriff mit der Aufrechterhaltung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten in Einklang zu bringen.
Hardliner-Reaktionen
Einige kremlnahe Kommentatoren reagierten deutlich aggressiver.
Der russische Fernsehmoderator und Propagandist Wladimir Solowjow warnte, dass der Angriff auf den Iran Auswirkungen auf Russland haben könnte.
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„Verstehen wir, dass das Gespräch über den Iran auch ein Gespräch über Russland ist?“, sagte er.
Sorgen unter Verbündeten
Andere nationalistische Persönlichkeiten deuteten an, dass der Angriff auf ein breiteres Muster hindeute, das auf mit Moskau verbündete Länder abzielt.
Der ultranationalistische Denker Alexander Dugin schrieb, dass Russlands Partner offenbar einer nach dem anderen an Macht verlieren.
„Einer nach dem anderen werden unsere Verbündeten systematisch ausgeschaltet“, sagte er.
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Dugin fügte hinzu, dass die Situation Fragen zum Vertrauen in Verhandlungen mit Washington aufwerfe.
Druck auf Moskau
Trotz der von Hardlinern geäußerten Bedenken sagen Analysten, dass der Kreml versucht, eine direkte Konfrontation mit den Vereinigten Staaten zu vermeiden.
Russland hofft weiterhin, dass Washington Einfluss auf Verhandlungen über den Krieg in der Ukraine nehmen könnte, was die Situation politisch heikel macht.
Vorerst scheint Moskau Kritik an dem Angriff mit Bemühungen zu verbinden, die diplomatischen Kanäle offen zu halten.
Quellen: The Express, Politico, Erklärungen des Kremls