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Putins Kinderwunsch: Russlands Geburtenrate auf historischem Tiefstand

Vladimir Putin
Пресс-служба Президента РФ / Wiki Commons

Russland steht vor einer sich verschärfenden demografischen Krise, da die Geburtenraten weiterhin stark zurückgehen.

Neue Schätzungen legen nahe, dass die Bemühungen der Regierung, den Trend umzukehren, bisher gescheitert sind, berichtet United24 Media.

Historischer Rückgang

Russlands Geburtenrate ist auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahrhunderten gefallen.

Laut *United24 Media*, die sich auf *The Moscow Times* beruft, seien im ersten Quartal 2026 rund 272.000 Babys geboren worden.

Dies markiert einen Rückgang von 6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Demografen erklären, die Zahl liege sogar unter den früheren historischen Tiefstwerten der letzten Jahre.

Langfristiger Rückgang

Der Rückgang ist Teil eines umfassenderen Abwärtstrends.

Laut *United24 Media* seien die Geburten nun elf Jahre in Folge gesunken.

Im Vergleich zu 2021 ist die Zahl der Geburten um 12,5 % zurückgegangen.

Gemessen am Höchststand von 2014 erreicht der Rückgang fast 40 %.

Politische Bemühungen stocken

Der Kreml hat mehrere Maßnahmen zur Förderung des Bevölkerungswachstums eingeführt.

Laut *United24 Media* gehörten dazu Kampagnen zur Förderung großer Familien und Einschränkungen bei Abtreibungen.

Präsident Wladimir Putin habe zudem Ziele zur Steigerung der Geburtenraten in den kommenden Jahren festgelegt.

Aktuelle Daten deuteten jedoch darauf hin, dass diese Bemühungen den Trend nicht umgekehrt hätten.

Geburtenraten sinken

Die gesamte Geburtenziffer fällt weiterhin unter das Reproduktionsniveau.

Laut *United24 Media* habe die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau im Jahr 2025 bei 1,418 gelegen.

Dies sei deutlich niedriger als die vor einem Jahrzehnt verzeichneten Zahlen.

Offizielle Stellen strebten an, diese Zahl bis 2030 auf 1,6 und bis 2036 auf 1,8 zu erhöhen.

Breitere demografische Auswirkungen

Russlands Bevölkerung schrumpft, da die Zahl der Todesfälle die der Geburten übersteigt.

Laut *United24 Media* seien zwischen 2018 und 2024 rund 4 Millionen Menschen verloren gegangen.

Von der Regierung finanzierte Programme im Wert von Milliarden hätten versucht, das Problem anzugehen.

Einige Initiativen seien unter die Lupe genommen worden, einschließlich Untersuchungen wegen missbräuchlicher Verwendung von Geldern.

Bedenken hinsichtlich der Daten

Offizielle Statistiken zu Bevölkerungstrends sind schwerer zugänglich geworden.

Laut *United24 Media* habe Russland im Jahr 2025 wichtige demografische Daten als geheim eingestuft, was die öffentliche Berichterstattung einschränke.

Analysten verließen sich nun auf unabhängige Schätzungen, um Veränderungen zu verfolgen.

Der anhaltende Rückgang unterstreicht das Ausmaß der demografischen Herausforderung des Landes.

Quellen: United24Media, The Moscow Times