Moderne Technologie hat die Art und Weise, wie Schlachten weltweit geführt werden, vollständig verändert.
Kleine Werkzeuge legen über Nacht riesige Kriegsmaschinen lahm, berichtet United24Media.
Ein kostengünstiger Schlag
Ein dramatisches Video, das am 23. Juli veröffentlicht wurde, zeigt, wie asymmetrisch moderne Gefechte geworden sind. Ukrainische Grenzschützer konnten ein massives russisches Militärfahrzeug mithilfe einer einzigen Flugmaschine aufspüren und zerstören.
Die unbemannte Einheit Phoenix startete den Überraschungsangriff, während das Ziel durch die Region Donezk rollte. Wie von United24Media berichtet, wurde das Fahrzeug offen auf dem Weg zu den Frontlinien erfasst.
Offizielle stellten fest, dass die angreifende Drohne nur wenige tausend US-Dollar kostete. Im Gegensatz dazu hatte das zerstörte Flugabwehrsystem einen Preis von etwa 50 Millionen US-Dollar.
Die Staatliche Grenzschutzbehörde kommentierte die massive finanzielle Diskrepanz mit den Worten: „Die neue Ökonomie des Krieges, illustriert an einem sehr einfachen Beispiel.“
Überrascht
Russische Soldaten fühlten sich offenbar sicher genug, die teure Ausrüstung zu bewegen, ohne zu versuchen, sie zu verstecken. Dieses Vertrauen schlug schnell fehl.
Laut dem Staatlichen Grenzschutzdienst der Ukraine „hatten die Besatzer einen solch ‚herzlichen‘ Empfang nicht erwartet.“ Die Behörde fügte hinzu, dass das System „definitiv keine Bedrohung mehr darstellt.“
Das zerstörte System war ein modernes Flugabwehrsystem vom Typ Buk-M3, das 2016 in den russischen Dienst eingeführt wurde. Es schießt Flugzeuge und Drohnen in Entfernungen von bis zu rund 69 Kilometern ab.
Im Gegensatz zu älteren Modellen lagert die M3 ihre Raketen in versiegelten Startkanistern. Jeder Werfer trägt sechs schussbereite Projektile.
Hoher finanzieller Tribut
Open-Source-Schätzungen beziffern die Kosten eines einzelnen Buk-M3-Werfers auf 40 bis 50 Millionen US-Dollar. Der Verlust eines solchen Systems versetzt Moskaus Flugabwehrnetzwerk einen schweren Schlag.
Dieser wertvolle Treffer ist Teil einer breiteren Reihe von Erfolgen der Grenzschutzeinheit Phoenix.
In Richtung Dobropillia hatten die Bediener zuvor zwei gezogene 152-mm-Artilleriegeschütze ausgeschaltet, die als Haubitze Msta-B und Feldkanone Giatsint-B identifiziert wurden.
Dieselbe Einheit setzte auch ein Mehrfachraketenwerfersystem vom Typ BM-21 Grad und eine Konzentration feindlicher Kampfdrohnen außer Gefecht.
Quellen: United24Media, Staatlicher Grenzschutzdienst der Ukraine