Startseite Nachrichten Kontroverse um US-Nationalwälder: Trump-Administration will Abholzverbot aufheben

Kontroverse um US-Nationalwälder: Trump-Administration will Abholzverbot aufheben

Chainsaw, lumberjack
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Dieser Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, da die Vereinigten Staaten in einen Handelskrieg mit Kanada verwickelt sind.

Die Trump-Regierung will ein 25 Jahre altes Verbot für Holzeinschlag und Straßenbau auf 18,2 Millionen Hektar Nationalwald aufheben.

Offizielle Dokumente, die diese Woche eingereicht wurden, zielen auf die „Roadless Rule“ von 2001 ab, was eine landesweite Debatte auslöst.

Rodung der Wälder

Laut Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins haben veraltete Beschränkungen den Schutz lokaler Gemeinden in der Nähe der genannten Wälder verhindert.

Forstbeamte behaupten, dass über 40 Prozent dieser Gebiete erheblichen Brandrisiken ausgesetzt sind. „Aktives Forstmanagement ist nicht bloß optional“, erklärte Forstchef Tom Schultz in einer Stellungnahme. „Es ist unerlässlich.“

Die Gouverneure von Utah und Wyoming unterstützten den Schritt umgehend.

Bedrohung des Waldschutzes

Umweltschutzgruppen lehnen den Vorschlag der Regierung entschieden ab. Sie argumentieren, dies zerstöre alte Bäume, schädige Wildtierlebensräume und verschmutze sauberes Trinkwasser.

Alex Craven, Forstmanager des Sierra Club in Kalifornien, bezeichnete die aktuelle Regelung als Haupthindernis für die industrielle Entwicklung.

Rechtsexperten äußerten ebenfalls Bedenken hinsichtlich der Klimaauswirkungen. Michael Burger vom Sabin Center for Climate Change Law der Columbia University warnte, dass die Aufhebung der Regelung ein großer Verlust für die Amerikaner sei und „ein weiterer Schlag dieser Regierung gegen das globale Klima“.

Eine neue Studie im Fachjournal „Biological Conservation“ kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Forscher fanden heraus, dass die Aufhebung der Schutzmaßnahmen die Brandgefahr erhöhe und dauerhafte wirtschaftliche Schäden verursachen werde.

Vorschlag inmitten eines Handelskriegs

Die aktuelle Regelung schützt etwa 30 Prozent der nationalen Waldflächen in den USA vor Straßenbau und Holzeinschlag. Ein Großteil der geschützten Flächen liegt im US-Bundesstaat Kalifornien, wo jüngste Waldbrände lokale Gemeinden verwüstet haben. Trump hat die Bemühungen während der Brände mehrfach kritisiert.

Diese Nachricht fällt auch in die Zeit von Handelsgesprächen zwischen den USA und Kanada, die inzwischen gescheitert sind. Derzeit liefert Kanada den USA etwa 30 Prozent ihres gesamten Holzverbrauchs. Angesichts des aktuellen Handelskriegs scheint es, dass diese 30 Prozent Holz für die USA mit einem 50-prozentigen Zoll belegt werden.

Die Öffentlichkeit hat bis zum 21. September Zeit, Stellungnahmen zu diesem neuen Vorschlag zur Aufhebung der „Roadless Rule“ von 2001 einzureichen. Gerichtsverfahren sind so gut wie garantiert.