Jedes Viertel ist auf seinen lokalen Supermarkt für die wöchentlichen Einkäufe und schnelle Abendessen angewiesen.
Doch hinter den hellen Lichtern und gut gefüllten Regalen verändern sich leise die Einkaufsgewohnheiten der Amerikaner. Ein großer Lebensmittelriese reduziert seine Präsenz, was Kunden dazu zwingt, sich anderswo umzusehen, berichtet The Express.
Straffung des Filialnetzes
Kroger nimmt erhebliche Kürzungen in seinem riesigen nationalen Netzwerk vor. Der Supermarktriese kündigte laut Express an, 60 Standorte noch vor Jahresende zu schließen.
Das Unternehmen enthüllte den weitreichenden Plan in seinem Bericht zum ersten Quartal. Führungskräfte erklärten, dass die strategische Verkleinerung einen moderaten finanziellen Schub bringen werde. Dieses zusätzliche Kapital werde dann direkt in die Verbesserung des Einkaufserlebnisses an den verbleibenden Standorten fließen.
Neununddreißig Geschäfte sind bereits geschlossen. Die Schließungen erstrecken sich über 15 verschiedene US-Bundesstaaten und bedeuten eine plötzliche Veränderung für die lokalen Kunden.
Harte Entscheidungen
In den Vorstandsetagen der Unternehmen wurde die Entscheidung als notwendige Neuausrichtung zur langfristigen Sicherung des Überlebens dargestellt. Der Fokus habe sich auf hochleistungsfähige Märkte verlagert, anstatt ums Überleben kämpfende Filialen am Leben zu erhalten.
„Wir vereinfachen unser Geschäft und überprüfen Bereiche, die für unser zukünftiges Wachstum nicht von Bedeutung sein werden“, sagte Ron Sargent, Chairman und Interims-CEO von Kroger.
Er merkte an, dass die Kette es nicht länger rechtfertigen könne, unrentable Filialen offen zu halten. „Leider erzielen heute nicht alle unserer Filialen die nachhaltigen Ergebnisse, die wir benötigen“, fügte Sargent hinzu.
Trotz der Welle von Schließungen werden Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze nicht automatisch verlieren. Kroger versprach, dass Mitarbeiter an betroffenen Standorten Angebote für offene Stellen in nahe gelegenen Schwesterfilialen erhalten werden.
Schnelle Schließungen
Obwohl Kroger nie eine vollständige Liste der zu schließenden Adressen veröffentlichte, setzten Journalisten die Puzzleteile schnell zusammen. Grocery Dive verfolgte 39 zur Schließung vorgesehene Filialen, die sich auf neun verschiedene Einzelhandelsmarken unter dem Dach von Kroger verteilten.
MassLive bestätigte kürzlich, dass alle 39 dieser identifizierten Standorte bereits ihre Türen geschlossen haben. Die Schließungen betrafen bekannte regionale Marken, darunter Fred Meyer, Fry’s Food and Drug, Harris Teeter, Jay C Food Stores, King Soopers, Mariano’s, Pick ’n Save und QFC.
Einundzwanzig Standorte stehen noch auf der Kippe. Führungskräfte haben diese verbleibenden Ziele geheim gehalten, was Mitarbeiter und lokale Gemeinden im Ungewissen lässt, welche Standorte als Nächstes geschlossen werden.
Quellen: Express, Grocery Dive, MassLive