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„Man kann nahezu jede Information über jede Person erhalten“: Snowden äußert sich im russischen Staatsfernsehen

Russsia surveillance camera flag
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Das russische Staatsfernsehen hat Aussagen von Edward Snowden genutzt, um die Behauptungen des FSB zu untermauern, wonach westliche Geheimdienste große Technologieunternehmen zur Überwachung russischer Beamter einsetzen.

Das russische Staatsfernsehen hat Aussagen von Edward Snowden in einem Beitrag verwendet, der Behauptungen des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) stützt, wonach westliche Geheimdienste globale Technologieunternehmen nutzen, um russische Beamte zu überwachen.

Die Sendung ist Teil einer umfassenderen russischen Kampagne gegen ausländische technologische Infrastruktur und soll Bedenken hinsichtlich der Sicherheit westlicher Digitalprodukte verstärken.

Behauptungen im Staatsfernsehen

Laut United24Media unter Berufung auf Recherchen von Agents Media wurde in einem Beitrag des staatlichen Fernsehsenders Rossija-1 behauptet, Unternehmen wie Microsoft, Apple und Google würden mit US-Geheimdiensten zusammenarbeiten, um Informationen über Nutzer zu sammeln.

Die Sendung griff eine kürzlich veröffentlichte Erklärung des FSB auf, in der behauptet wurde, ausländische Geheimdienste nutzten die Infrastruktur großer internationaler Technologieunternehmen, um Daten abzufangen und die Kommunikation russischer Beamter zu überwachen.

Cloudflare und Fastly wurden in dem Bericht ausdrücklich als Teil dessen genannt, was russische Behörden als ausländisches Überwachungsnetzwerk bezeichneten.

Belege für diese Vorwürfe wurden während der Sendung nicht vorgelegt.

Snowdens Rolle

Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden, der 2022 die russische Staatsbürgerschaft erhielt, trat in der Sendung auf, um über globale Datenerfassungspraktiken zu sprechen.

„Die größten Telekommunikationsunternehmen weltweit bauen die grundlegenden Internet- und Telefonnetzwerke auf, über die Ihre Nachrichten von Ihren Geräten in die Welt gelangen“, sagte Snowden.

„Die meisten Daten werden unverschlüsselt übertragen, was bedeutet, dass Ihre Kommunikation aus Sicht der digitalen Sphäre nackt ist.“

Snowden verwies außerdem auf das NSA-Überwachungsprogramm Prism, das er 2013 öffentlich gemacht hatte.

„Das Wichtigste ist […] die Tatsache, dass die Hersteller der wichtigsten Betriebssysteme der Welt für unsere Geräte – Microsoft, Apple und Google – Partner im Prism-Programm waren.“

KI und Überwachung

Während der Sendung argumentierte Snowden, dass Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz moderne Überwachungspraktiken grundlegend verändert hätten.

„Anstelle von ‚zuerst das Ziel identifizieren und dann verfolgen‘ haben wir nun ‚zuerst verfolgen und dann identifizieren‘“, sagte er.

„Was bedeutet das? Es bedeutet, dass man heute nahezu jede Information über jede Person erhalten kann, ohne dass diese eine Straftat begangen hat oder überhaupt ein Verdacht gegen sie besteht.“

Laut United24Media wurden diese Aussagen als Beleg für russische Sorgen über die Fähigkeiten ausländischer Geheimdienste präsentiert.

Sicherheitsbedenken

Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund russischer Bemühungen, die Abhängigkeit von westlicher Technologie seit Beginn der Vollinvasion in die Ukraine zu verringern.

Laut United24Media haben russische Sicherheitsbehörden zudem Maßnahmen ergriffen, um potenzielle Schwachstellen in den eigenen Überwachungssystemen zu begrenzen, nachdem Bedenken aufgekommen waren, dass künstliche Intelligenz und vernetzte Kamerasysteme von feindlichen Geheimdiensten ausgenutzt werden könnten.

Die Publikation stellte fest, dass russische Behörden ausländische Technologieprodukte und Internetinfrastruktur zunehmend als Risiken für die nationale Sicherheit darstellen, während die Spannungen mit dem Westen anhalten.

Quellen: United24Media