Fast jeder dritte Amerikaner besitzt eine Schusswaffe.
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Ungefähr 81 Millionen.
So viele Menschen in den USA besitzen Waffen, laut einer Umfrage der BMJ Group aus dem Jahr 2023.
Ein EBSCO-Bericht aus dem Jahr 2024 schätzte, dass etwa jeder dritte Amerikaner persönlich eine Waffe besitzt und dass 44 % aller Haushalte über mindestens eine verfügen.
Unterm Strich: Waffenbesitzer stellen in den USA eine enorme Wählergruppe dar. Politiker wären daher gut beraten, diese Gruppe nicht zu verprellen — schon gar nicht in einem Wahljahr (die Midterms sind für November 2026 angesetzt).
Doch Donald Trump sieht sich nun nach Äußerungen zur Schießerei um Alex Pretti am vergangenen Wochenende mit heftigem Gegenwind von Waffenbesitzern und Waffenorganisationen gleichermaßen konfrontiert.
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Was sagte Trump?
Im Gespräch mit Reportern wurde Donald Trump zu der Schießerei befragt, worauf er antwortete:
„Man kann nicht mit Waffen hineingehen. Das geht einfach nicht.“
Die genauen Worte des Präsidenten sind schwer zu verstehen, doch CNN, POLITICO, Forbes und The Hill berichten übereinstimmend dasselbe Zitat. Die Redaktion hat den Clip mehrfach angesehen und ist zu demselben Schluss gekommen.
Wir entschuldigen uns für die Hintergrundgeräusche. Der Artikel wird unten fortgesetzt.
Alex Pretti verfügte über eine gültige Genehmigung, eine Waffe in der Öffentlichkeit zu tragen. Er trug eine Waffe bei sich, als es zu der Auseinandersetzung kam, die zu seiner Erschießung führte.
Aufnahmen des Vorfalls scheinen zu zeigen, dass Pretti nie nach seiner Waffe griff und dass die Beamten ihm die Waffe abnahmen, bevor sie ihn erschossen.
Laut CNN bekräftigte Trump seine Aussagen später am selben Tag erneut und sagte in Bezug auf den oben gezeigten Clip:
„Ganz sicher hätte er keine Waffe bei sich tragen sollen“, sagte Trump.
Heftige Kritik
Online sieht sich Trump wegen seiner Kommentare heftiger Kritik ausgesetzt. Nutzer werfen ihm vor, den Zweiten Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten zu missachten, der US-Bürgern das Recht einräumt, Waffen zu „besitzen und zu tragen“.
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Der Political Victory Fund der National Rifle Association (NRA) hatte Donald Trump während seines Präsidentschaftswahlkampfs 2024 unterstützt. In einem Beitrag auf X kritisierte die NRA jedoch den First Assistant United States Attorney Bill Essayli dafür, gesagt zu haben, dass „die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Strafverfolgungsbehörden rechtlich gerechtfertigt handeln, wenn man sich ihnen mit einer Waffe nähert“.
Die NRA hat sich bislang nicht zu den Äußerungen von Donald Trump geäußert.
Quellen: X, The Hill, CNN, POLITICO, EBSCO, BMJ Group, Forbes, Constitution.congress.gov
