Eine strafrechtliche Untersuchung in der Westukraine hat eine mutmaßliche finanzielle Ausbeutung eines verletzten Soldaten aufgedeckt.
Die Behörden geben an, dass es in dem Fall um eine beträchtliche Geldsumme geht und Fragen zum Zugang zu persönlichen Daten aufwirft.
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Die Polizei in der Region Tscherniwzi hat einen 29-jährigen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, Geld vom Bankkonto eines verwundeten Soldaten entnommen zu haben, wie 02.pl unter Berufung auf örtliche Strafverfolgungsbehörden berichtete.
Der Verdächtige, der bereits im Zusammenhang mit einem anderen Fall gesucht wurde, befindet sich nun in Gewahrsam, während Ermittler die Umstände des mutmaßlichen Diebstahls untersuchen.
Falldetails
Die Ermittlungen begannen, nachdem der verletzte Soldat Unregelmäßigkeiten auf seinem Konto festgestellt und die Polizei informiert hatte. Die Beamten konnten die Transaktionen später zu einem lokalen Bewohner zurückverfolgen.
Nach Angaben der Ermittler soll der Mann Zugriff auf die Bankdaten des Soldaten erlangt und diese genutzt haben, um Geld abzuheben sowie Waren und Dienstleistungen zu bezahlen.
Die Behörden schätzen den Schaden auf mehr als 473.000 Hrywnja, ein Betrag, der in der Landeswährung nahezu einer halben Million entspricht.
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Rechtliche Schritte
Gegen den Verdächtigen wurde formell Anklage nach zwei Bestimmungen des ukrainischen Strafgesetzbuchs erhoben, darunter Diebstahl sowie Straftaten im Zusammenhang mit Dokumenten.
Ein Gericht hat Untersuchungshaft angeordnet, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.
Die Polizei teilte mit, dass der Mann zuvor bereits in einem anderen Fall gesucht worden war, machte jedoch keine weiteren Angaben dazu.
Laufende Ermittlungen
Die Ermittler arbeiten weiterhin daran festzustellen, wie die Bankdaten erlangt wurden und wie die Gelder nach der Abhebung verwendet wurden.
Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden werden Beweise gesammelt, um den vollständigen Ablauf der Ereignisse zu klären und mögliche weitere Verantwortlichkeiten zu bestimmen.
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Unabhängig davon untersuchen die Behörden in Kyjiw auch einen weiteren gemeldeten Vorfall, bei dem es zu Gewalt gegen einen Veteranen gekommen sein soll, was allgemeinere Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit Militärangehörigen aufwirft.
Quellen: 02.pl, Polizei der Region Tscherniwzi