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Mike Pence kritisiert Steuerzahlerfonds für Trump-Verbündete

Mike Pence
Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Politische Allianzen zerbrechen oft, wenn die Vergangenheit mit der Gegenwart kollidiert.

Selbst nach Jahren gemeinsamer Erfolge können sich ehemalige Partner in einer hitzigen Debatte auf völlig entgegengesetzten Seiten wiederfinden. Nun treibt eine massive Regierungszahlung einen tiefen Keil in eine bedeutende politische Bewegung, wie TV 2 News berichtet.

Zutiefst beleidigender Schritt

Der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence hat sich scharf gegen einen umstrittenen, steuerfinanzierten Plan gewandt, der darauf abzielt, Loyalisten seines ehemaligen Chefs zu belohnen. Im Gespräch mit NBC machte der erfahrene Politiker deutlich, dass er die Initiative begraben sehen möchte.

Das Thema trifft Pence persönlich sehr hart, da er am 6. Januar 2021 aus dem US-Kapitol evakuiert wurde. Das Programm zielt darauf ab, Personen finanziell zu unterstützen, die an genau diesem Ereignis beteiligt waren.

„Ich finde es zutiefst beleidigend, dass es einen Fonds geben kann, der möglicherweise Personen entschädigt, die am 6. Januar Polizisten angegriffen oder das Kapitol verwüstet haben“, sagte Pence gegenüber NBC und fügte hinzu: „Ich denke, diese Ansicht wird von den meisten Republikanern und den meisten Amerikanern weitgehend geteilt.“

Symbolischer Milliarden-Topf

Die Regierung legte den Fonds im Mai auf, um eine Klage gegen das US-Finanzministerium und die IRS beizulegen. Der Gesamtwert beläuft sich auf 1,776 Milliarden US-Dollar, eine symbolische Anspielung auf die frühe amerikanische Geschichte.

Viele Personen, die wegen des Kapitolsturms verklagt wurden, planen, ihren Anteil zu beanspruchen. Ein Bundesrichter blockierte den massiven Finanztopf jedoch letzte Woche vorübergehend.

Der Fonds wurde aufgelegt, nachdem der Präsident bei seinem Amtsantritt für seine zweite Amtszeit rund 1.500 Personen begnadigt hatte. Die meisten hatten sich bereits schuldig bekannt oder waren verurteilt worden.

Völlig törichter Plan

Das Finanzpaket stößt von beiden Seiten des politischen Spektrums auf heftige Kritik. Laut BBC wenden sich prominente Persönlichkeiten innerhalb der eigenen Partei des Präsidenten von der Idee ab.

Der ehemalige Senatsführer Mitch McConnell kritisierte das Projekt scharf und bezeichnete es als „völlig töricht“. Andere Gesetzgeber arbeiten an neuen Gesetzesentwürfen, um die Stiftung vollständig abzuschaffen.

Dennoch verteidigen einige wichtige Verbündete die Entscheidung. Die BBC berichtete, dass der amtierende Generalstaatsanwalt Todd Blanche behauptete, „buchstäblich Zehntausende Amerikaner seien Opfer unangemessener und illegaler Angriffe der Regierung gewesen“.

Senator Tommy Tuberville unterstützte den Plan ebenfalls und behauptete, Hunderte „unschuldiger patriotischer Amerikaner seien in den letzten fünf Jahren wegen dieser fabrizierten Hexenjagd hinter Gittern gewesen“.

Quellen: TV 2 News, NBC, BBC