Startseite Nachrichten Militärfamilien stehen vor qualvoller Wahl, da sich Green-Card-Regeln ändern

Militärfamilien stehen vor qualvoller Wahl, da sich Green-Card-Regeln ändern

Militärfamilien stehen vor qualvoller Wahl, da sich Green-Card-Regeln ändern
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Der rechtliche Weg in ein neues Land ist kompliziert. Doch wenn sich staatliche Regeln plötzlich ändern, kann der gesamte Prozess unmöglich erscheinen.

Eine neue Bundesrichtlinie hat nun Wellen der Besorgnis durch Haushalte in ganz Amerika geschickt, berichtet Stars and Stripes.

Neue Hürden entstehen

Die U.S. Citizenship and Immigration Services haben eine strenge neue Richtlinie eingeführt, die bei Militärfamilien, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen, ernste Besorgnis hervorruft. Laut einem Memorandum vom 21. Mai ist der interne Green-Card-Prozess eine Frage der „administrativen Gnade“.

Anstatt ihren rechtlichen Status während ihres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten anzupassen, könnten einige Antragsteller gezwungen sein, auszureisen und den Antrag aus ihren Heimatländern zu stellen.

Anwälte befürchten, dass diese Regelung das Leben von Militärangehörigen und deren Kindern beeinträchtigen könnte, so Stars and Stripes. Die Regierung argumentiert, das Dokument verstärke lediglich bestehende Gesetze.

Eine ununterzeichnete E-Mail der Behörde bestätigte die Änderung am Donnerstag. Die Nachricht stellte fest, die Richtlinie „werde dazu führen, dass einige Ausländer, die den Ermessensvorteil nicht verdienen, letztendlich ihren Antrag beim Außenministerium im Ausland stellen, anstatt bei der USCIS in den Vereinigten Staaten“.

Gefangen in der Bürokratie

Behördensprecher Zach Kahle gab in einer Pressemitteilung vom 22. Mai eine unverblümte Erklärung ab. Er schrieb: „Von nun an muss ein Ausländer, der sich vorübergehend in den USA aufhält und eine Green Card wünscht, in sein Heimatland zurückkehren, um den Antrag zu stellen, außer in außergewöhnlichen Umständen.“

Er behauptete, dies halte das System davon ab, „Schlupflöcher zu fördern“. Doch Rechtsexperten schlagen Alarm. Margaret Stock, eine in Alaska ansässige Anwältin, erklärte gegenüber Stars and Stripes, dass einige Visuminhaber praktisch nicht im Ausland einen Antrag stellen könnten.

Inhaber eines Verlobtenvisums sind gesetzlich verpflichtet, im Land zu heiraten und ihren Status anzupassen. Aus diesem Grund können sie nicht einfach ein ausländisches Konsulat aufsuchen. Stock erklärte: „Das ist rechtlich einfach nicht möglich.“

Familien stehen vor Ungewissheit

Beamte wichen direkten Fragen zu Militärhaushalten aus und behaupteten, die Regelung ziele auf Betrug ab. Sie erklärten, niemand, der sich „legitim und ordnungsgemäß qualifizieren“ könne, werde daran gehindert, eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

Um zu entscheiden, wer bleiben darf, werden Beamte nun Faktoren wie familiäre Bindungen und moralischen Charakter abwägen. Dennoch könnte die Auswirkung auch schutzbedürftige Kinder treffen.

Stock warnte, die Richtlinie könnte den Child Citizenship Act verkomplizieren. Sie erklärte der Publikation: „Nun könnten diese Kinder gezwungen sein, ins Ausland zu gehen und ein Einwanderungsvisum zu beantragen, bevor sie die US-Staatsbürgerschaft durch ihre Eltern erwerben können.“

Der American Immigration Council äußerte in einer aktuellen Analyse ähnliche Befürchtungen. Die Interessenvertretung veröffentlichte auf ihrer Website eine deutliche Warnung und merkte an, dass „einige dieser Szenarien erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken aufwerfen könnten“.

Quellen: Stars and Stripes, U.S. Citizenship and Immigration Services, American Immigration Council