Der Oligarch befindet sich Berichten zufolge in kritischem Zustand.
Eine massive Explosion erschütterte am 29. Juni gegen 21 Uhr Ortszeit ein luxuriöses Wohngebäude an der Grenze zu Monaco.
Die verheerende Detonation verletzte drei Mitglieder einer ukrainischen Familie schwer. Sie befanden sich in dem Anwesen, als der Sprengsatz detonierte.
Monacos Staatsminister Christophe Mirmand erklärte gegenüber AFP, der Vorfall sei „wahrscheinlich ein Terroranschlag“.
Er merkte an, dass dies seines Wissens das erste Ereignis dieser Art in der Geschichte des friedlichen Fürstentums sei.
Der improvisierte Sprengsatz war darauf ausgelegt, möglichst großen Personenschaden anzurichten. Mirmand erklärte, erste forensische Erkenntnisse zeigten, die Bombe sei dicht mit Bolzen und Metallschrot gefüllt gewesen, um die tödliche Wirkung der Explosion zu verstärken.
Im Internet kursierende Aufnahmen zeigen bewaffnete Polizeibeamte auf der Straße sowie mehrere Rettungsfahrzeuge am Einsatzort. Der Artikel wird unten fortgesetzt.
Hochrangige Ziele
Die örtlichen Gesundheitsbehörden behandeln derzeit Opfer mit schweren, lebensbedrohlichen Verletzungen. Die Polizei teilte Le Figaro mit, dass sich unter den Opfern zwei Elternteile im Alter zwischen 50 und 60 Jahren befänden, die sich weiterhin in kritischem Zustand befänden, sowie ihre 13-jährige Tochter, deren Zustand stabil sei.
Der französische Fernsehsender BFM TV identifizierte den verletzten Vater später als Vadym Yermolaiev, einen prominenten ukrainischen Geschäftsmann. Zuvor hatten Journalisten von Le Figaro berichtet, dass eines der Ziele in dem Gebäude ein hochrangiger ukrainischer Oligarch gewesen sein könnte.
Die Angaben wurden nicht unabhängig überprüft, und die Ermittlungen dauern an. Die Rettungsdienste bestätigten, dass vier weitere Personen wegen eines schweren Schocks ins Krankenhaus gebracht wurden.
Fahndung nach dem Verdächtigen
Die Ermittler durchkämmen derzeit das Gebiet, um die für den Anschlag verantwortliche Person zu finden.
Ein Verdächtiger sei dabei beobachtet worden, wie er kurz vor seiner Flucht ein Paket in der Lobby des Gebäudes abgelegt habe, teilten die Behörden mit. Warum genau dieses Gebäude Ziel des Anschlags war, sei weiterhin unklar.
Das Hauptopfer, Yermolaiev, ist ein ehemaliger ukrainischer Staatsbürger, der 2019 die zypriotische Staatsbürgerschaft annahm. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj belegte den Multimillionär und Immobilienentwickler 2023 mit harten Sanktionen, fror seine Vermögenswerte in der Ukraine ein und untersagte ihm für zehn Jahre finanzielle Aktivitäten.