Marius Borg Høibys Kampf um Freilassung stößt auf ein weiteres Hindernis.
Die norwegische Staatsanwaltschaft beantragt, Marius Borg Høiby trotz seiner kürzlich erfolgten Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe weiterhin in Haft zu halten, mit der Begründung, dass seine Freilassung zu diesem Zeitpunkt ein unannehmbares Risiko darstellen würde.
Wie Se og Hør unter Berufung auf die Osloer Polizei am Donnerstag bestätigte, hat diese eine Verlängerung der Untersuchungshaft um weitere vier Wochen für den 29-Jährigen, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, beantragt.
Staatsanwaltschaft beantragt Verlängerung der Haft
Borg Høiby wurde am 15. Juni vom Bezirksgericht Oslo zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er wegen mehrerer Anklagepunkte, darunter zwei Fälle von Vergewaltigung, schuldig gesprochen worden war.
Gegen die beiden Verurteilungen wegen Vergewaltigung sowie gegen einen Anklagepunkt im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt wurden bereits Berufungen eingelegt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bleibt das Risiko weiterer Straftaten zu hoch, um seine Freilassung während des laufenden Berufungsverfahrens zu rechtfertigen.
Verteidiger Petar Sekulic kritisierte den jüngsten Schritt der Staatsanwaltschaft.
„Es ist sehr schwer zu verstehen, warum sie eine Fortsetzung der Haft beantragen“, sagte er.
Norwegische Gerichte haben die Frage der Fortsetzung der Haft bereits zweimal geprüft. Beide Male kamen die Richter zu dem Schluss, dass Borg Høiby nach dem ursprünglichen Urteil bis zu vier Wochen in Haft bleiben könnte.
Gerichtsanhörung nächste Woche erwartet
Die aktuelle Haft sollte auslaufen, es sei denn, die Staatsanwaltschaft beantragte vor Ablauf der gesetzlichen Frist eine weitere Verlängerung.
Nach dem Antrag vom Donnerstag wird ein Gericht nun voraussichtlich am Montag entscheiden, ob Borg Høiby für weitere vier Wochen in Haft bleiben soll.
Borg Høiby befindet sich seit Februar in Untersuchungshaft und wird derzeit im Hochsicherheitsgefängnis Ila nördlich von Oslo festgehalten.
Obwohl er aufgrund seiner Verbindung zum norwegischen Königshaus weithin bekannt ist, besitzt Borg Høiby keinen königlichen Status.
Er wurde geboren, bevor Kronprinzessin Mette-Marit ihre Beziehung zu Kronprinz Haakon begann und ihn später heiratete, was ihn von der offiziellen Thronfolge der norwegischen Königsfamilie trennt.